Aktuelles 2006

Beim Klick auf die kleinen Bilder öffnet sich entweder eine vergrößerte Ansicht, oder eine Diaschau.

Nikolausfeier

10.Dezember 2006

Stimmungsvoll vorweihnachtlich war unsere traditionelle Nikolausfeier im Clubheim - wie immer perfekt organisiert von Lisa Kramer. Im Mittelpunkt stand der prächtig austaffierte Nikolaus (alias Hans-Joachim Scholz), der fast beängstigend echt wirkend unwahrscheinlich viele Details - größere und kleinere Missetaten der Beschenkten - parat hatte und mit Liedern, Gedichten, sowie Musikstücken Abbitte erhielt. Ohne große Nikolaustüte ging keines der Kinder nach Hause und selbst ein paar Erwachsene wurden nach vorne zietiert und reich beschenkt!

Ein paar Tage später nutzte Modellbau-Guru Bernd Wehrheim den "runden Tisch" um seine Flugkünste mit einem Modellhubschrauber zu demonstrieren und sozusagen seinerseits Lufthoheit über den Weihnachtsbaum zu erlangen.




(Horst-Walter Schwager)


Weihnachtsmarkt in Neu-Anspach

09.Dezember 2006

Es ist für uns schon gute, langjährige Tradition, dem Neu-Anspacher Weihnachtsmarkt unsere Aufwartung zu machen. Und so wurde die LS8 auf dem Bürgersteig aufgebaut und von Miriam, Heiner, Julian und Nico die Holzbude geschmückt. Unter Nichtbeachtung der frühlingshaften Temperaturen bot man Glühwein an und konnte so machen jungen Sprößling ins Flugzeug verfrachten. Nach dem schließen der Haube schauten dann große Kinderaugen: "und darin kann man FLIEGEN?" Ja, wenn Du groß bist und mitmachen willst!

(Horst-Walter Schwager)


Theorieausbildung weiter sehr gut besucht

09.Dezember 2006

Auch an diesem Samstag war der Saal im Bürgerhaus Neu-Anspach's wieder proppenvoll. Genau 30 Segelflugschüler lauschten gespannt den Ausführungen unseres Navigationsexperten Peter Frisch. Sie lernten, wie man sich über unserer Erdkugel zurechtfindet und auch ohne Schilder und Autobahnabfahrten von A nach B gelangen kann.

(Horst-Walter Schwager)


50-jähriges Fliegerjubiläum von Gerd Reuter

08.Dezember 2006

Ein seltenes Ereignis konnte unser 2.Vorsitzender Gerd Reuter feiern: sein 50-jähriges Fliegerjubiläum! Der Jüngling, der da auf den verblichenen Bildern in der K8 sitzt, das ist tatsächlich unser Gerd. 1956 war das und zu einer Zeit, als es noch keine Kunststoffsegelflugzeuge gab. Gerd's langjähriger Fliegerkollege Klaus Rebenstock hielt die Laudatio und Carsten übergab als Geschenk unseren Fliegerkalender. Gerd's Vater Willy Reuter erinneret sich in seiner Rede noch genau an Gerd's Jugendtage und wie es einmal eine längere Flupause vom strengen Vater verordnet gab - "...aber es hat ihm, wie man sieht, nicht geschadet." Und dann gab es ausgezeichnetes Essen und eine lange, gemütliche Feier mit vielen Gästen.

(Horst-Walter Schwager)


"Hangflug, Wildsauen und Düsen"

03.Dezember 2006

Einen schönen Bericht vom Segelfliegen in Bisperode reichte uns Volker Mahnke nach. Auch er verlängerte seine Saison und flog noch im Oktober Hang und Welle. Das Titelphoto zeigt eindrücklich, daß es beim Hangflug einen Punkt gibt, an dem man definitv zu niedrig ist...Glücklicherweise ist das nicht (!) von unserem Discus, den Volker dabei hatte, sondern von einem Duo-Discus, dessen Pilot unwahrscheinliches Glück hatte, daß es ihn bei der Baumberührung nicht in den Hang gedreht hat. Beeindruckend auch die Stabilität der Discus-Fläche, die bis zum Holm durchschlagen wurde und trotzdem gehalten hat. Nicht zur Nachahmung empfohlen!

(Volker Mahnke, Horst-Walter Schwager)


Bilanz der Segelflugsaison 2006

01.Dezember 2006

Sommer 2006 - das war nicht nur die geradezu rauschaft erlebte Fußballweltmeisterschaft, nein, dies war auch die beste Segelflugsaison seit zwei Jahren! Um genau 40% steigerten wir uns im nationalen OLC gegenüber 2005 auf 105.494 Kilometer (92.183 Punkte), wozu 438 Flüge von 61 Piloten beitrugen. Detaillierte Berichte, auch zur DMSt findet Ihr in folgender Presseveröffentlichung

Hier ein Vergleich der letzten 6 Jahre:

Jahr Kilometer OLC-Platz Flüge Piloten
2001 63.800 3 282 43
2002 77.973 2 375 52
2003 117.812 6 545 62
2004 107.067 5 477 61
2005 73.628 14 313 52
2006 105.494 5 438 61

Noch besser stehen wir im Internationalen OLC da, in dem auch sämtliche Alpenflüge, sowie die Namibiaflüge von Christa und Wolfgang mit drin sind: 130.828 Kilometer und Platz 11 (!) von weltweit 1.224 Vereinen. 7 Piloten gelang es mehr als 5.000 Kilometer zu fliegen: Gerd Spiegelberg (15.239!), Gisela (10.789), Lutz (9.623), Peter Eberhard (6.564), Wolfgang Joschko (6.205), Peter Scholz (5.598) und Horst-Walter (5.060). Dazu folgende Auswertungen:

Im Vereinswettbewerb gab es 2006 ein Kopf-an-Kopf Rennen und häufigen Platzwechsel der vier Teams. Gewertet wurden analog zum nationalen OLC die 6 besten Flüge. Angesichts der extrem geringen Punkteabstände beim Endstand 09.09.06 von nur 4% zwischen dem 1. und 4.Team ist vielleicht die Einzelwertung derjenigen interessant, die die maximal 6 wertbaren Flüge abgegeben haben:

Platz Pilot Punkte
1 Gerd Spiegelberg 3.598
2 Gisela Weinreich 3.331
3 Lutz-Volker Benner 3.368
4 Max Reuter 2.407
5 Burkhard Müller 2.218
6 Klaus Rebenstock 2.125
7 Uwe Hannes 2.090
8 Peter Eberhard 2.086
9 Peter Scholz 1.969
10 Wolfgang Joschko 1.887
11 Horst-Walter Schwager 1.859
12 Claus Mühlenkamp 1.844
13 Nico Baum 1.826
14 Steffen Losch 1.812
15 Stefan Schaar 1.776
16 Bernd Wehrheim 1.748
17 Klaus Mangels 1.606
18 Hartmut Sommer 1.603
19 Klaus Voigt 1.587
20 Günter Fritz 1.546
21 Kai Kursawe 1.466
22 Heiner Eisenberg 1.228
23 Karl Echtermeyer 1.200
24 Herbert Siegel 1.068
25 Simone Kahnt-Eckner 1.044
26 Konstantin Kraft 986
27 Christoph Schmid 725
28 Patrick Heller 631
29 Said Kutschekmanesch 623
30 Björn Schwenzer 484

(Horst-Walter Schwager)


Nachtflugausbildung auf der Blauen

27.Oktober 2006

Zur Zeit ist unsere "Blaue" in Egelsbach stationiert, damit Dirk, Peter Frisch, Reiner und Gerd Reuter dort Nachtflug lernen können. Und zwar Nachtflug nach VFR - also Sichtflugbedingungen. Der mitfliegende Passagier war erstaunt, was man nachts, wo es doch so dunkel ist, alles sehen kann. Manches sogar viel besser, als am Tage (zum Beispiel Autobahnkreuze). Wirklich speziell aber sind die Landungen! Dazu hat Dirk den folgenden schönen Bericht geschrieben. Über frühere Flüge mit seinem Bruder in den USA war sein Interesse geweckt worden:

"...und so fing ich eben an zu planen. Es sollte dieses Jahr sein und eigentlich war klar, dass es nur an einer Flugschule zu realisieren ist. Je länger ich plante, desto mehr Interesse wurde auch bei anderen geweckt. Und nun die große Überraschung, unsere DR400 "Regent" ist tatsächlich für Nachtflug zugelassen und der Verein unterstützt das ganze Vorhaben. Letztendlich finden sich vier Piloten - Gerd, Peter, Reiner und ich selber - für eine Nachtflugausbildung, garniert von zwei sehr erfahrenen Fluglehrern - Bernd und Wolfgang. Nur, an unserem Flugplatz ist Nachtflug nicht möglich, ein anderer Platz muss herhalten. Egelsbach ist eine Option, die sofort funktioniert. Ein Hallenplatz ist schnell vermittelt und auch alles weitere bürokratische wird auf ein absolutes Minimum reduziert. Klasse!!! Nachtflug, wir kommen."

(Dirk Beerbohm, Horst-Walter Schwager)


Winterarbeit

26.November 2006

Die Winterarbeit hat wieder begonnen und wie man sehen kann, ist sehr viel Arbeit vorhanden. Neben den routinemäßigen Arbeiten an allen 8 Segelflugzeugen und den zwei Motorseglern, steht dieses Jahr die Grundüberholung der Tragflächen der geliehenen zweiten K13 an, was quadratmeterweises abbeizen, schleifen, spachteln und lackieren bedeutet. Diesen Part hat Gerd Reuter unter "seine Fittiche" genommen, während Klaus Voigt und Ralf Butz die Teams für die Flugzeuge zusammen gestellt haben und sie bei der Arbeit anleiten.

(Horst-Walter Schwager)


Theorieausbildung hat wieder begonnen

11.November 2006

Zum zweiten Mal wird diesen Winter die Theorie vereinsübergreifend gelehrt: "Mit Fasching haben Segelflugschüler anscheinend eher wenig am Hut. Sie gingen brav in die "Kirche", während sich anderswo das närrische Volk am 11.11. versammelte, um den Beginn der fünften Jahreszeit zu feiern. Die alte Kirche in Obernhain war an diesem Samstag nämlich der Ort für den Auftakt der Segelflugtheorie 2006/ 2007. Rund 25 Wissbegierige der kooperierenden Vereine Bad Homburg, Bad Nauheim, Riedelbach und Butzbach, vom Teenager bis zu den angegrauten Semestern, lauschten zuerst der freundlichen Begrüßung von LSC-Ausbildungsleiter Uwe Hannes und dann der interessanten und kurzweiligen Präsentation über Technik und Aerodynamik von Susanne Schödel vom Aero-Club Bad Nauheim. Susannes Unterlagen basieren, wie sie selbst sagte, zum großen Teil auf der Arbeit von Angelika Machinek, die am 12. Oktober bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Der Kurs gedachte der großen Segelfliegerin Angelika mit einem Moment des Schweigens. Heimlicher Star in den Pausen war dann ein ferngesteuertes Indoor-Hubschrauber-Modell (Video bei YouTube unter http://www.youtube.com/watch?v=6fxVZSouZbM)."

(Bernhard Vetter)


Werksbesichtigung Schleicher

27.Oktober 2006

"Von außen nach innen"

Auf der Wasserkuppe wurde der Segelflug erfunden, und unten im Tal, in Poppenhausen, steht die älteste Fabrik für diesen Sport: Alexander Schleicher Segelflugzeugbau. Da sollte man doch mal vorbeischauen, dachte sich unser Flugschüler Philipp Goslar und organisierte alles für einen Trip in die Geschichte der Segelfliegerei. Am 27. Oktober 2006 machten sich also acht Flugschüler, Scheininhaber und Flugzeugbesitzer auf in die hessische Rhön. Das Deutsche Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe, das vorher besichtigt wurde, zeigt 30 Oldtimer im Original und als Nachbau und listet eindrucksvolle Rekorde auf: zum Beispiel 875 km Streckenweltrekord und über 10.000 Meter deutscher Höhenrekord in einer Ka 6 BR - einem Schleicher-Flugzeug, konstruiert 1955 von Rudolf Kaiser.Bei Schleicher selbst scheint die Zeit zumindest stellenweise stehengeblieben zu sein. Unser Grüppchen wartet in einem kleinen Zimmer mit 60er Jahre Möbeln auf eine größere Gruppe aus Österreich, die die Führung zusammen mit uns machen soll. Aber dann nimmt uns Manfred Münch endlich mit nach draußen. Er ist im Konstruktionsteam von Martin Heide, arbeitet also an den Flugzeugen mit, die ASH heißen. So werden bei Schleicher die Konstrukteure mit Kürzel verewigt. Rund 80 Flugzeuge liefert Schleicher pro Jahr aus, erzählt Münch. Zwischen 800 und 1.500 Arbeitsstunden stecken in einem Flieger. Damit baut jeder der insgesamt über 100 Mitarbeiter statistisch gesehen ein Flugzeug pro Jahr.

Das Segelflugzeug entspringt einer Form. Die Produktion beginnt mit dem Lack, der direkt als erstes auf die Trennschicht gesprüht wird, mit der die Form behandelt ist, damit die Tragfläche oder der Rumpf sich später herauslösen lassen. Darauf werden Schicht für Schicht Kohlefasermatten, Harz und andere Materialien aufgebracht, bis die leichte, aber extrem stabile Hülle fertig ist. Da der Lack schon drauf ist, muss alles zum Schluss nur noch geschliffen und poliert werden.

Plexiglashauben und Motoren werden zugeliefert, aber die Metallteile formt und schweißt Schleicher praktisch vollständig selbst, erklärt uns Manfred Münch. Deshalb ist es auch heute noch kein Problem, Ersatzteile zum Beispiel für die Steuerung einer Ka 6 zu bekommen. Typenmäßig ist Schleicher mittlerweile beim Modell 29 angekommen. Bei dem Hochleistungseinsitzer, den man je nach Wunsch mit 15- oder 18-Meter-Tragflächen bestücken kann, sollen Kevlar (auf dem Foto gelb) und das Kohlefaser-Verbundmaterial Dyneema (schwarzes Gittermuster) zusammen mit dem massiven Haubenrahmen für mehr Crashsicherheit im Cockpit sorgen. Unsere Gruppe ist beeindruckt und gleichzeitig erschlagen von so vielen Details. Allein das Innenleben einer Tragfläche ist verwirrend kompliziert. Und noch eines ist beim Gang durch die Schleicher-Hallen deutlich geworden: Weit mehr als die Hälfte der unfertigen Rümpfe hat ein Loch im Rücken. Der Trend geht also eindeutig zum Klapptriebwerk.

(Bernhard Vetter)


PPL-A/TMG Prüfung Richard

26.Oktober 2006

Auch Richard hat es geschafft! Letzten Donnerstag erreichte er mit dem erfolgreichen Prüfungsflug den Motorflugschein PPL-A Class-Rating TMG und ist damit nach Annette der zweite Pilot, der nach JAR-FCL ausgebildet wurde. Hierin ist eine CVFR-Ausbildung eingeschlossen, TMG steht für "Touring Motor Glider", also Motorsegler. Als Besonderheit war er zunächst vorher (mit Flugauftrag) alleine nach Egelsbach geflogen, wo ihn Prüfer Ronald Weber erwartete. Von dort ging es zu einem Überflug in 2.500 Fuß MSL nach Mannheim, dann zum Segelfluggelände Grünstadt. Steilkurven, 360 Grad-Kreise mit genau 300 Fuß Höhenabbau, sowie eine Landung ohne Klappen nach Touch-and-Go in Egelsbach standen noch auf dem Programm. Danach ging es wieder alleine nach Anspach zurück, wo ihn ein kleines Empfangskomittee erwartete. Richard hatte im Jahre 2000 als Segelflieger begonnen, startete seine Ausbildung auf dem Motorsegler im Mai letzten Jahres also nicht als "Fußgänger". Etwa 50 Flugstunden und 100 Starts kamen zusammen - Navigation nach VOR und NDB, sowie 270-Km Überlandflüge waren ebenfalls Teil der Ausbildung. Gerne erinnert er sich an einen Flug nach Bremen und den Flug über das offene Wasser des Jadebusens nach Wilhelmshafen. Sein Dank gilt vor allem den Fluglehrern Peter Frisch und Wolfgang Weinreich "die sich mit mir sehr reingekniet haben".

(Horst-Walter Schwager)


Ziellandewettbewerb

22.Oktober 2006

Christa hatte die Idee mal wieder einen Ziellandewettbewerb zu veranstalten. Nicht immer gibt man sich auf unserem riesenlangen Platz Mühe eine Präzisionslandung hinzulegen, würde sich aber spätestens bei der nächsten Außenlandung freuen, wenn man das öfters geübt hätte! "Letzten Sonntag traf man sich zum Ziellandewettbewerb. Das Wetter war ideal. Leider war die Beteiligung sehr mager. Wir waren zehn, dadurch konnte von den Anwesenden jeder 3 Starts machen, wovon die schlechteste Landung gestrichen wurde. Auch haben ein paar Piloten eine kleine Welle (!) gefunden. Christoph Schmid hat mit 2 Ziellandungen, punktgenau im ersten Feld, den 1. Platz belegt. Fast genau so gut war Burkhard Müller. Burkhard hatte jeweils eines seiner Kinder mitgenommen, die ihren ersten Segelflug gemacht hatten und deshalb auch einen kleinen Preis erhalten haben. Auf den dritten Platz hat sich Heiner Eisenberg geflogen. Wie man auf den Bildern sieht, haben sich bei der Siegerehrung alle gefreut."

(Christa Joschko)


Hang- und Wellenflüge "Auf der Dingel"

19.Oktober 2006

"Herbstfliegen auf dem Dingel. 15.10.: Morgens halb 10 in Anspach. Christoph und Philip bereiten alles für die Fahrt vor. Nachdem wir alles ins Auto eingepackt hatten, brauchten wir nur noch unseren Duo-Hänger aus der neuen Halle zu holen und dann hätte es eigentlich schon losgehen können. Naja ... so sollte es wohl nicht sein. Die Halle war verschlossen und wir hatten keinen Schlüssel. Erst um halb 11 kam ein Fluglehrer und schließlich konnte die Fahrt beginnen. Die Fahrt auf den Dingel verlief ohne Probleme. Dort angekommen suchten wir erstmal Horst-Walter, der sich ebenfalls für dieses Seminar angemeldet hatte und schon seit Samstag dort war. Christoph machte erstmal einen Einweisungsstart um die Umgebung und die Platzrunde kennen zu lernen. Die Platzrunde dort ist schon etwas anderes als bei uns. Bei ca. 15-20 Metern über den Bäumen im Queranflug wird einem doch etwas anders. Und bei der Landung in die Gegenrichtung haben die "Dingeler" ebenfalls eine Hochspannungsleitung, die etwa auch unserer Höhe entspricht. Am nächsten Tag rüsteten wir unseren Duo auf und näherten uns dem Hang. Nur der trug Anfangs eher dürftig, bis wir schließlich in die Welle kamen und diese uns bis über die Wolken auf 600 Meter transportierte. Es war einfach herrlich! Der dritte Tag war der Erfolgreichste. Es hingen schon alle in der Welle und nur noch wir waren am Boden. Nach einem Power-Start an der Winde (500 Meter Ausklinkhöhe waren normal) und 2 Stunden Wellenflug waren wir erstaunlicherweise als erster auf 1500 Meter ( höher gings nicht mehr) , obwohl wir als letztes gestartet waren. Der Mittwoch brachte eher befriedigendes Wetter mit sich. Es gab zwar Welle, aber nicht so schön und hoch wie die vom Vortag. Am späten Nachmittag rüsteten wir ab und fuhren bei Abenddämmerung nach Hause. Es war ein gutes Fliegerlager. Die Leute waren nett, kein stockender Windenbetrieb und wir konnten sogar im Herbst noch ein paar Stunden fliegen."

(Christoph Schmid)

"Zum Ende der Saison hatte ich immer noch nicht genug vom Fliegen und hörte vom Herbstfluglager des LSV Hofgeismar. Dort wollte ich zum ersten Mal seit Oerlinghauser Zeiten mal wieder richtig Hangflug machen. Nach der Anreise am Samstag gab's eine Einweisung auf der DG1000 für die sehr gewöhnungsbedürftige Landung auf der stark abfallenden 23. Im Gegenanflug ging's nämlich im ansteigenden Gelände scheinbar direkt in die Bäume; Quer- und Gegenanflugkurven wurden in niedrigster Höhe geflogen und man richtete den Blick besser auf den Fahrtmesser, statt Blätter und Äste zu hypnotisieren. Knapp hinter den Köpfen einiger Pferde auf der benachbarten Koppel wurde aufgesetzt, die sich aber offenbar an den Betrieb gewöhnt hatten und immer interssiert zuschauten. Der Verein fliegt ausschließlich Kunststoff und so erlebten wir einen ersten Alleinflug auf DG1000 mit dem entsprechenden Ritual (3 Flaschen Bier in die Hose)! Das Wetter spielte mit, man konnte an allen Tagen fliegen - am Dienstag und Mittwoch sogar in Wellen. Christoph und Philip nutzten ihre Höhe zu einem Abstecher nach Kassel, während ich am Schöneberg blieb, die absolute Ruhe und das fliegen mit Minimalfahrt in 900 Metern genoß, aber nach knapp drei Stunden mit großflächigem Saufen nach unten gespült wurde. Die Sonne war kurzzeitig rausgekommen und offenbar hatte Thermik die Welle abgeschaltet, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Eine Stunde später, die Bewölkung war wieder zugezogen, hatte sich die Welle aber regeneriert und trug uns wieder bis 700 Meter. Echten Hangflug und damit Bodenakrobatik gab es einen Tag später, als bis zu 7 Flugzeuge in nur 250 Meter über Platz stundenlang ihre Achten über dem schmalen Hausberg zogen. Das war keine Sekunde langweilig und sehr anstrengend. Am Freitag entdeckte ich beim Morgencheck einen langen Riß in der linken Nasenleiste meines Flugzeugs (der sich inzwischen als harmloser Spachtelbruch heraus gestellt hat), womit meine Saison dann wirklich zu Ende war. Der späte Ausflug hatte sich gelohnt: 25 Windenstarts und 13 Stunden waren noch einmal zusammen gekommen."

(Horst-Walter Schwager)


Kunstflug-Videos aus dem Fox

07.Oktober 2006

Am späten Samstagnachmittag hat es Max nicht mehr auf dem Boden gehalten und es ging mal wieder mit dem Fox zum Segelkunstflug. Bei ganz ruhiger Luft und kristallklarer Sicht haben Christoph und Andre beeindruckende Videos gedreht, die wir wegen der Größe leider nicht zum Download anbieten können (Ihr findet sie im Pilotenraum auf dem Wetterrechner als DSCF1204 und 1217.AVI unter G:\Eigene Daten\Eigene Bilder - externer Link http://www.youtube.com/watch?v=382UQ7q46Aw). Atemberaubend die Karusselfahrt nach gerissenen Rollen und wunderschön, wie es beim Linksturn zunächst totenstill wird im Cockpit, dann das Rauschen wieder mächtig anschwillt und man kurz darauf im Abfangbogen sehen kann, wie 240 Km/h und +5G an den Instrumenten anliegen.

(Horst-Walter Schwager)


Annette macht den Motorflugschein PPL-A/TMG nach JAR-FCL

05.Oktober 2006

Annette hat es geschafft! Als Erste hat sie ihren Motorflugschein PPL-A mit Class-Rating TMG nach den neuen Bedingungen von JAR-FCL gemacht, was auch CVFR, also kontrollierte Sichtflüge, mit einschließt. Hatte sie bereits die theoretische Prüfung mit der Höchstnote abgeschlossen, so war auch Prüfer Alexander Kaps sehr zufrieden. Immerhin zwei Stunden lang waren die beiden unterwegs gewesen, hatten das "volle Programm" geflogen, als sie am Donnerstag bei schon beginnender Dämmerung wieder in Anspach aufsetzten. Stolz sein dürfen auch ihre beiden Ausbilder Wolfgang Weinreich und Peter Frisch.

In diesen Tagen ist die Super-Dimona sehr starkt gefragt und schon auf Wochen im Voraus ausgebucht. In der Ausbildung sind seit einem Jahr Jan und Richard (der kurz vor der Prüfung steht). Für den TMG-Eintrag im Segelflugschein ("Startart Motorsegler") haben nach Peter Scholz aber auch auch Christoph und Horst-Walter die Ausbildung begonnen, wobei sich Christoph am Mittwoch und Euer Pressereferent am Samstag freiflogen - eine wahrhaft ereignisreiche Woche war das. So durften Peter Frisch und ich auch am Sonntag bei einem Ausbildungsflug nach Koblenz direkt hinter einer Me 109 (!) landen und diesen Klassiker (geflogen von Toni Eichhorn), von dem es nur noch drei Exemplare gibt, bewundern. Am Vortag war die Dimona mit vereinten Kräften von Annette, Peter Frisch, Richard, Peter Scholz, Klaus Vogt und Horst-Walter zerlegt und poliert worden; jetzt blitzt sie wieder fast wie neu.

(Horst-Walter Schwager)


Jahresnachprüfungen

30.September 2006

Letzten Samstag war es mal wieder soweit: Jahresnachprüfungen! Um 8:30 hieß es für zahlreiche Helfer acht Flugzeuge aufzurüsten und den kritischen Blicken des Prüfers Dieter Kluge zu präsentieren. Dabei waren auch vier "Privatflieger". Gewogen werden mußte nur der DOC - dabei werden die Einzelteile auf eine große Waage gelegt, was vor allem beim Rumpf eine ziemlich kipplige Angelegenheit ist. Das OK haben aber alle bekommen und nachmittags erhoben sich einige Vögel schon wieder zu Werkstatt- oder Platzflügen in den herbstlichen Taunushimmel. Unerbittlich neigt sie sich dem Ende zu - die Flugsaison 2006.

(Horst-Walter Schwager)


Bericht von Björn aus dem Gailtal

23.September 2006

"Leider hatte ich dieses Jahr aus beruflichen Gründen nicht die Möglichkeit, Gerd und das kleine LSCTeam zu begleiten, das von Serres aus die Alpen erkunden konnte. Ende August stellte ich - hochgradig urlaubsreif - jedoch fest, daß ich dringend eine Auszeit brauchte, und da die Saison auch nicht berauschend gelaufen war, wollte ich noch einen Versuch unternehmen, ein paar schöne Flüge zu machen, um das Jahr versöhnlich ausklingen zu lassen und vielleicht noch etwas über den Alpensegelflug zu lernen. Gesagt, getan - als Ziel für eine schöne Segelflugwoche Ende September hatte ich mir Nötsch (LOKN) im Gailtal/Kärnten am Fuße des Dobratsch ausgesucht. Hier ist mein Bericht.

(Björn Schwenzer


Fliegerärzte wieder zu Gast

23.September 2006

Es ist eine lange Tradition, daß wir einmal im Jahr den Fliegerärzten die Fliegerei von der anderen Seite des Schreibtisches und live zeigen. Unter der Betreuung von Uwe Stüben waren 25 Ärztinnen und Ärzte gekommen, die sich nach einem Kurzvortrag über's Segelfliegen in den Platzbetrieb an Winde und F-Schlepp einreihten und fast alle von der angebotenen Mitflugmöglichkeit Gebrauch machten. Auch der Kunstflug-Fox war ständig ausgebucht, so daß es selbst dem erprobten Falk fast etwas zu viel wurde mit der Turnerei am Himmel. Nach guter Bewirtung unternahmen die Gäste abends noch zwei stimmungsvolle Ballonfahrten.

(Horst-Walter Schwager)


50 Kilometer fast geschafft

20.September 2006

Bloß 3,5 Kilometer fehlten, sonst hätte Julian seinen ersten 50-Kilometer Überlandflug geschafft. So meisterte er in der K8 auch noch seine erste Außenlandung - auch eine wichtige Erfahrung im Leben eines jeden Segelfliegers. Hier ist sein Bericht: "Letzte Woche Dienstag abends gucke ich den Wetterbericht an und mein Herz fängt an zu bluten. Mäßig bis gute Quellwolkenthermik. "Das wird es" dachte ich mir und organisierte alle nötigen Helfer um am Mittwoch die 50 km fliegen zu können. Mittwoch also gleich nach der Schule in den Bus nach Obernhain gesetzt, wo ich gegen halb zwei ankam. Eben mit Wolfgang Weinreich die Strecke beredet (Pohlheim und zurück) und dann schnell den Flieger(D-2316) aus der Halle. Giesela war schon mit der (WX) gestartet und testete schon mal das Wetter aus. Leider waren wir am Boden zunächst nur zu dritt und der Schlepppilot kam erst um viertel nach zwei. Um halb drei hob ich dann von unserer Landebahn in Richtung 24 ab, eine Stunde zu spät wie sich später herausstellen sollte. Nach dem ausklinken und ein bisschen Suchen kam ich in den stabilen 1m Bart. Langsam aber sicher tankte ich 1000m AGL und flog dann in Richtung Butzbach ab. Ich hatte mich wohl etwas in der Richtung vertan und kam hinter Grävenwiesbach raus, wo ich das erste mal fast abgesoffen wäre. In 300 m schon mit sehr wenig Hoffnung fand ich dann doch noch einen 2 m Bart der mich wieder auf ca. 900 m brachte. Danach ging es weiter nach Norden. Dann mal wieder ein Blick richtung Erde und Vergleich mit der Karte, da frage ich mich: "Wo bin ich eigentlich?" Ein kleiner Hilferuf an Gisela, die sich von Pohlheim schon auf den weg gemacht hatte um mich zu unterstützen, und ich hatte wieder die Orientierung.

Nach etwa 1-3/4 h sah ich die Autobahn und Gießen-Lützelinden unter mir und die Loggeranzeige 26 km nach Anspach. Ich dachte mir also, das hier ist zwar nicht Pohlheim aber wenn du jetzt zurück fliegst haste die 50 km. Nach einer kleinen Absprache mit Gisela beschloss ich noch etwas nach Westen zu fliegen wo noch einige Wolken standen. Leider zogen die Wolken die in meiner Reichweite lagen (Ka8) nicht mehr so richtig, was zu einem harten Kampf zwischen mir und der geringfügigen Thermik führte. Als ich noch 250m AGL hatte beschloss ich die Außenlandung. Ich suchte mir einen Acker und began mit dem Anflug. Wie ich im Queranflug feststellte hatte ich mich grob verschätzt und war viel zu hoch. Ich zog also noch eine Schleife und landete dann zwar leicht abfallend aber dafür genau gegen den Wind auf dem Acker. Kaum war ich ausgestiegen kamen auch schon die ersten Leute. "Meine Frau und ich dachten sie fliegen so tief weil sie sich hier etwas angucken wollen. Geht es ihnen gut möchten sie mit meinem Handy telefonieren?" Nachdem ich dann mit dem angebotenen Handy den "Notruf" abgesetzt hatte kam ein älterer Herr in einem schwarzen Benz. "Ich war Jahre lang bei der Luftwaffe und ich bin einmal im Segelflugzeug mit geflogen und gleich muss der Pilot auf einem Sportplatz landen, seit dem nie wieder." Er machte ein paar Fotos und erzählte seine Lebensgeschichte. Nach 2 Stunden als die Rückhohler eintrafen und ich dem älteren Herrn meine Adresse gegeben hatte, damit er mir die Bilder schicken konnte, stieg er wieder in seinen Benz und zog von dannen. Wolfgang, Christoph, Andre und Heiner überraschten mich mit einer schön kühlen Flasche Bier. Nach dem Anstoßen rüsteten wir sehr flott den Flieger ab und machten uns auf den Heimweg. Am Flugplatz angekommen und den Logger ausgewertet muss ich leider feststellen, dass noch 3,5 km für die 50 gefehlt haben. Trotz dieser sehr enttäuschenden Tatsache war es für mich ein schönes und lehrhaftes Erlebnis. Nochmal Danke an die Rückhohler und den älteren Herrn für die schönen Photos."

(Julian Semik)


Bericht aus Kalifornien/USA von Maja

17.September 2006

Maja weilt für mehrere Monate in den USA und hat in Kalifornien die Chance zum Segelfliegen genutzt: "Hier kommt jetzt auch mein Bericht aus dem sonnigen Kalifornien. Letzten Sonntag, den 17.09.06 bin ich mit einem Kollegen meines Gastvaters (er heißt Richard Hanschu) hoch in den Norden von Kalifornien zum Williams Soaring Center gefahren. Das ist ein sehr kleiner Flugplatz mit Asphaltbahn und doppelt so vielen Flugzeugen wie Mitgliedern, aber sehr schnuffig gelegen. Die Leute waren alle sehr nett und als wir um 13 Uhr ankamen, war es kein Problem für uns, ein Flugzeug zu bekommen. Der Verein hat 2 Ask 23, eine Ask 21, Pegasus, Duo Discus, LS6, LS3, und einen Discus. Nachdem wir uns mit dem nötigsten ausgerüstet hatten, haben wir einfach den Duo aus seinem Verschlag geschoben und los gings...naja, unser Schlepp dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde;). In circa 8000 Fuß haben wir ausgeklingt und über den Bergen der Sierra Nevada einen Varioanschlag-Aufwind gefunden, der uns auf 10000 Fuß hoch befördert hat ( innerhalb von wenigen Minuten!). Danach hat mir Richard erstmal die Highlights in den Bergen gezeigt und wir sind von Bergkette zu Bergkette gehopst und haben den Wanderern gewunken:).

Nach gut 3,5 Stunden ging es dann wieder heim nach Williams. Der Flug war wunderschön und wir hoffen, dass wir es bis zum Ene der Saison Ende Oktober nochmal schaffen, gemeinsam in die Berge zu fliegen. Diesen Samstag mache ich meine 2 Checkflüge mit dem hiesigen Flight Instructer und kann mich dann frei im "Arsenal" des Soaring Centers bedienen. Vielleicht traue ich mich das darauffolgende Wochenende ja mal in die nähere Umgebung...mal sehen! Diesen Sonntag kann ich leider nicht nach Williams, weil ich für drei Tage den Yosemite Park unsicher mache und erst am Dienstag wieder zurückkomme. Sobald ich etws neues unternehme, melde ich mich wieder! Ganz liebe Grüße aus Amerika."

(Horst-Walter Schwager)


K13 erblüht zu neuem Leben

17.September 2006

Große Fortschritte hat die Grundüberholung der zweiten K13 unter der Leitung von Klaus Voigt gemacht. Das Rumpfgerüst ist neu lackiert, die Steuermechanik bereits eingebaut, die Kufe durch ein Bugrad ersetzt und auch die Instrumentenbretter sehen aus "besser wie neu"! Jetzt wird sie zum LTB Eichelsdörfer gebracht, damit wir unsere Kapazitäten anderen Projekten widmen können - die Winterzeit naht unübersehbar. Die Flächen werden dann wieder in Eigenregie überholt, so daß uns in der nächsten Saison endlich wieder zwei Schul-Doppelsitzer zur Verfügung stehen werden.

(Horst-Walter Schwager)


Zwei Erlebnisberichte aus Serres

20.September 2006

Anfang September war eine Alpen-Expedition des LSC in Serres/Frankreich. Kai, Steffen, Peter Eberhard, Peter Scholz, Uwe, Nico und Karl wurden unter der fachkundigen Leitung von Gerd Spiegelberg in die Schönheiten des Gebirgssegelfluges eingeführt. Peter Scholz hat die eindrucksvollen Photos aus seiner LS8 gemacht und auch einen Tagebuchbericht geschrieben.

Auch Steffen nahm die Mühe auf sich, neben der anstrengenden Fliegerei seine Erlebnisse fest zu halten.Einige seiner Photos hoch über dem ewigen Eis sind atemberaubend (wo ist das Flugzeug auf Bild 9?)!

"Mistral-Wind, du Wolken-Jäger, Trübsal-Mörder, Himmels-Feger, Brausender, wie lieb ich dich! Sind wir zwei nicht Eines Schoßes Erstlingsgabe, Eines Loses Vorbestimmte ewiglich?" Von Friedrich Nietzsche ist dieses "Tanzlied an den Mistral"; vielen Dank Konstantin.

(Horst-Walter Schwager)


Hoch auf dem offenen Wagen - CDU-Senioren zu Gast

23.August 2006

Heute rollte prominenter Besuch zu uns. Eine muntere Truppe der Wehrheimer CDU-Senioren kam auf einem offenen Traktoranhänger zu uns auf den Flugplatz gefahren - stilgerecht gezogen von einem Oldie. Auf Einladung ihres Vorsitzenden Alois Oehling und unter der Leitung von Altbürgermeister Helmut Michel hatten die CDU-Senioren eine Fahrt durch die Wehrheimer Gemarkung gemacht. Durch ihn erfuhren sie während der Fahrt viel Wissenswertes über die Gemarkungsnamen und Begebenheiten aus der Vergangenheit. Kompetenter ging es kaum, denn Helmut Michel ist der Vorsitzende des Wehrheimer Geschichtsvereins. Diese Tour fand auf unserem Flugplatz ihren gemütlichen Abschluß und die ca. 25 Teilnehmer stärkten sich bei Kaffee und Kuchen und später mit Gegrilltem. Nicht nur unseren Gästen, sondern auch dem Traktor, einem 40 Jahre alter GÜLDNER, im Besitz und gesteuert von Theo Zwermann, dem Gründer des Freizeitparks ‚Lochmühle', gefiel es offensichtlich so gut, daß er sich bei der Abfahrt zunächst weigerte, anzuspringen. Erst unser Traktor konnte ihn mittels eines Seiles dazu überreden, den Heimweg anzutreten.

(Jens Olbrich)


Taunus Flugfest 2006

28.August 2006

Die diesjährige Traditionsveranstaltung kann nur als voller Erfolg bezeichnet werden! Mit dem erfolgreichen Einsatz der JU52 ist ein langgehegter Traum in Erfüllung gegangen und auch mit dem Wetter hatten wir wieder einmal viel Glück.

Hier ist die heutige Pressemitteilung zu finden.

(Horst-Walter Schwager)


Jugendhaus Nied zu Gast am Platz

17.August 2006

Am letzten Donnerstag waren einige Jugendliche und ihre Betreuer vom Jugendhaus Nied/Frankfurt bei uns zu Gast, um den lautlosen Flug kennen zu lernen. Nico und Heiner brachten sie mit der K13 in die Luft und wieder sicher zurück. Sogar eine Außenlandung war mit im Programm - das bekommt nicht jeder Gast geboten :-).

(Horst-Walter Schwager)











15. Thüringen-Meisterschaft

12.August 2006

Vom 28.7. bis 6.8.2006 fand zum fünfzehnten Mal die Thüringenmeisterschaft statt. Diesmal war der Austragungsort die 800 Jahre alte idyllische Thüringer Stadt Rudolstadt. Die Stadt mit der Heidecksburg, gelegen am Saaleknie ist schon ohne Flugereignis eine Reise wert. 10 km außerhalb der Stadt, auf einem 470m hohen Plateau liegt der Segelflugplatz. Die Thermik ist in diesem Bereich sehr gut und zu den Gipfeln des Thüringer Waldes sind es nur wenige Flugminuten. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Thüringer hatte dieses Jahr 43 Piloten angelockt. Gestartet wurde in drei Klassen: kleine Clubklasse, Index kleiner 96, große Clubklasse, Index 96 bis 106; Allgemeine Klasse, Index größer 106. Inzwischen kommen außer den Thüringer Segelfliegern auch Gäste aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern, Baden- Württemberg und Brandenburg. So nahmen von unserem Verein Ralf Butz, Klaus Mangels, Klaus-Peter Voigt als Piloten und Ulrich Kostka als Helfer und Rückholer teil. Am ersten Wochenende verstärkte unser Team Gerd Spiegelberg. Die Thüringer haben seit einigen Jahren den Zeitraum Anfang August für ihre Meisterschaft ausgewählt, da in dieser Woche erfahrungsgemäß zu 90% das beste Wetter des Jahres ist. In diesem Jahr trafen nun die restlichen 10% zu. Beginnend mit heißem gewittrigem Wetter, sich fortsetzend mit zunehmender Abkühlung und Regen endete das Ganze in sintflutartigen Regenfällen. Damit waren inhomogene Wetterlagen die Regel und der Hobby-Meteorologe wusste oft nicht, wie er die unterschiedlichsten Wetterprognosen deuten sollte, Der Segelflugwetterbericht sprach von keiner Thermik, aber Toptherm forderte 500 km. Da blieb uns nichts anderes übrig als selbst an den Himmel zu schauen und einfach aus der Situation das Beste zu machen. Und immer wieder ist es erstaunlich bei welchem Wetter man doch Strecken fliegen kann. So sind wir trotz widrigster Wetterbedingungen an 5 Tagen geflogen und erreichten 4 Wertungstage. Leider konnten wir den Thüringer Wald nicht ein einziges Mal mit seiner guten Thermik auskosten, denn dort gingen zuerst die Überentwicklungen in die Höhe. So flogen wir Strecken zwischen 360 km und 178 km rund um das Thüringer Becken bis ins Erzgebirge. Der erste Sonntag war dann der erste Flugtag und es ging über 340 km vom Thüringer Wald bis zum Harz und über Ostthüringen zurück nach Rudolstadt. Ralf Butz und Klaus Mangels erreichten gleich den 4. und 6. Platz mit Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 80 km/h. Klaus-Peter Voigt flog nicht an diesem Tag.

Am drauffolgenden Tag war die Strecke zum Erzgebirge ausgeschrieben und zurück über Jena über rund 200 km. Bis zum Erzgebirge lief alles noch einigermaßen unter Abschirmungen und Wolkenausbreitungen in der labilen Luftmasse. Aber vor den Toren Jenas spülte es uns praktisch vom Himmel. Ein unwetterähnliches Regengebiet ließ alle Hoffnungen nach 150 km in vielen Äckern enden. Es gab nur eine Streckenwertung und die Reihenfolge bestimmte der Index: Ralf sechster, Klaus siebter und Klaus-Peter siebzehnter. Die nachfolgenden Tage erkundeten wir den Thüringer Wald in der näheren Umgebung mit dem Auto und per Fuß: schöne Burgen, beeindruckende Landschaften, faszinierende Ausblicke- schon das ist eine Reise nach Thüringen wert. Am Donnerstag sollte das Wetter sich wieder bessern und wieder wurde ein Rennen vom Thüringer Wald zum Harz und zum Erzgebirge über 360 km für die Allgemeine Klasse ausgeschrieben. Bei niedriger Basis, aber doch gutem Steigen begann das Luftrennen. Bis zum Harz kamen wir auch gut voran. Der Wendepunkt Nordhausen war bereits durch eine Wolkenausbreitung großflächig abgedeckt. Hoch hinein und tief heraus klappte bei den meisten Piloten, so dass wir der Hainleite entlang super schnell bis in das Vogtland vorankamen. Der Rückweg von Auerbach nach Rudolstadt war nun durch eine geschlossene Wolkendecke gekennzeichnet. Aber in der labilen Luft bildeten sich immer wieder Wolken. Mit Mut zum Risiko und leichten Umwegen erreichten Ralf und Klaus-Peter das Ziel in Rudolstadt, Klaus landete in Greiz. Im Nachhinein zeigte sich, dass unter der geschlossenen Wolkendecke noch ausreichend Thermik angetroffen wurde, so dass der Tagessieger noch 95 km/h erreichte. Am Folgetag sagten alle Wetterberichte Katastrophenwetter, sogar mit Katastrophenwarnungen voraus, nur bei uns schien die Sonne und schnell standen schöne Kumulus am Himmel. Den Aussichten Rechnung tragend schrieb man nur 178 km aus. Dann verkürzte man noch einmal auf 122 km. Das Luftrennen ging quer durch das Thüringer Becken und zurück. Bei niedriger Basis, Regenschauern, aber doch auch guter Thermik erreichten 13 von 19 Piloten das Ziel. Nur unser Ralf musste dem Regenschauer Tribut zollen und landete in Jena. Am Samstag waren die Vorhersagen genauso schlecht, aber wieder schien die Sonne. Nur dieses Mal prallten wir schon nach 25 km in die Regenfront und nun begann das Gedränge um die Landefelder. Nur wenige konnten sich zurück zum Startflugplatz retten. Damit konnte dieser Tag nicht gewertet werden. Nach insgesamt 4 Wertungstagen platzierte sich Ralf auf den 5. Platz, Klaus auf den 8. Platz und Klaus-Peter mit nur 3 Wertungstagen auf den 16. Platz.

Neben schönen Flügen bei komplizierten Witterungsbedingungen bleiben uns vor allem die Superstimmung und die Gastfreundlichkeit der Rudolstädter in Erinnerung. Thüringer Klöße, Thüringer Bratwürste und Rostbrätl, gut hinabgespült mit viel Thüringer Bier waren manchen Abend die Basis für angeregte Gespräche. Alle versprachen wiederzukommen, zur 16. Thüringenmeisterschaft 2007 in Gera.

(Klaus Voigt)


100.000!

03.August 2006

Sie wurde überschritten die magische Schwelle! Am Sonntag 30.Juli waren 14 Piloten unterwegs und hievten den LSC zum erstenmal seit 2 Jahren wieder über die Marke von 100.000 Saison-Kilometern (Vorjahr: 70.534). Heute sind es genau 101.371 Km und 88.581 OLC-Punkte. Damit und mit den 61 Piloten/411 Flügen stehen wir bundesweit an dritter Stelle der Rangliste. Steffen wird das verwettete Faß Bier aber erst heraus rücken, wenn auch 100.000 Punkte erreicht sind. Dieses Ziel sollte bei dem derzeit vorgelegten Tempo realistisch erreichbar sein. Der letzte Sonntag war übrigens auch ein Außenlandefestival: wegen einer seltenen Kombination von teilweise überraschend schwacher Thermik mit späteren Überentwicklungen und Gewittern mußten 8 Piloten außenlanden, was aber allen ohne Komplikationen gelang.

(Horst-Walter Schwager)


Erfolgreiches Ende des Fluglagers

28.Juli 2006

Ein äußerst erfolgreiches Fluglager liegt hinter uns: erstklassige Organisation, Super-Sommerwetter vom ersten bis zum letzten Tag, 39 Teilnehmer in der ersten Woche, 41 in der Zweiten. Neben den Schülern und drei "Schnupperern" wurde auch Segelkunstflug auf dem Fox geboten und kamen auch die Streckenflieger voll zum Zuge. (Photos von Alana, Elmar, Julian, Michi, Robin, Claus, HW). Was da teilweise für ein Betrieb - mitten in der Woche - herrschte, verdeutlichen die Zahlen vom zweiten Dienstag: 44 Piloten, 26 (!) Flugzeuge, 101 Flüge. Während der 12 Tage kamen bei 85 Überlandflügen 20.807 Kilometer zusammen, eine stolze Zahl! In aller Kürze kann noch berichtet werden von ausgezeichnetem Essen (Küchenchef Patrick), vom erfolgreichen Ersteinsatz des neuen Luxuslepos, dem erfolgreichen Umbau des ausgedienten BMW zu einem bösartig kreischenden Ungeheuer, der Rettung eines kleinen Frosches vor dem Hauptrad des Duo Discus und ausgedehntem Nachtleben im Pool. Natürlich gab es auch einige Außenlandungen; Engelbert hat seine am schönsten dokumentiert (siehe 2.Bilderserie unten). Nach einen 244-Kilometer Flug nach Waldeck/Edersee und zurück fehlten ihm am Ende läppische 2 Kilometer und so setzte er den Diskus sicher auf einen Stoppelacker beim Usinger Wäldchen auf (Photos von John-Benedikt).

Von Lagerkommandant Claus Mühlenkamp kam folgendes Fazit: "Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich bei den Leuten zu bedanken, die mir geholfen haben, das Lager durchzuführen. Als Erstes natürlich der "Küchenbulle" Patty, der unermüdlich fast jeden Tag für über 40 Personen eingekauft und gekocht hat. Patty, es hat allen gut geschmeckt und du wirst jedes Jahr besser. Vielen Dank auch an Evelyn Gradl, Uschi Olbrich und Heiner´s Mutter, die Patty den ein oder anderen kochfreien Tag verschafft haben. Dann natürlich den unermüdlichen Fluglehrern Wolfgang Weinreich, Uwe Hannes, Max Reuter, Karl Echtermeyer und Luc de Causmaeker. Den verschiedenen Flugleitern, vor allem dem Oberflugleiter Alexander Witte. Und allen Kernteams, die ihren Job gewissenhaft gemacht haben. Glücklicherweise war es nur sehr wenigen Teilnehmern egal, dass mir sehr viel an einer ordentlichen Durchführung des Dienstes lag. "

Ausbildungsleiter Uwe schrieb: "Fluglager 2006 - eine überwiegend positive Erfahrung: Unser Lagerkommandante CM hat in bewährter Form souverän die Fäden in den Händen gehalten. Es konnte an allen 12 Tagen geflogen werden, teilweise unter extremen klimatischen Bedingungen ("Gulag 06": Windstille, 35 Grad C, sehr feucht). Die Beteiligung der Fluglehrer war erfreulich hoch; Wolfgang Weinreich hat 12 Tage geschult, Max Reuter 12 Tage, CM 10 Tage, Luc de Chaosmaker 5 Tage, Karl 5 Tage, Patrick Weiss 7 Tage und UH deren 12. Wir hatten 40 Teilnehmer, darunter nur 2 Schnupperer, eine Schnupperin erschien nur am ersten Tag, dann wurde ihr das Ganze zu anstrengend. Ab dem dritten Tag übernahmen wir 2 weitere Schnupperer aus Riedelbach, die sich problemlos in unseren Flugbetrieb integrierten. Luc hatte für einen tollen Lepo gesorgt, der klaglos seinen Dienst verrichtete. Peter Scholz verbesserte den Zustand der Seile erheblich durch das Einfügen von mehreren hundert Metern Restseil - während des Lagers hatten wir dadurch nur zwei Seilrisse. Insgesamt bestanden fünf Windenfahrer ihre Prüfung. Daniel Schlösser, Julian Semik, Felix Beutner, Ronny Rossberg und Till Kirberg und zwei Segelflugschüler konnten ihre Navigationseinweisung auf der Dimona mit WW fliegen. Wolfgang war von der Vorbereitung und den fliegerischen Fähigkeiten seitens Ronny und Simon regelrecht begeistert. Ein großes Dankeschön geht auch an Gerd Reuter. Durch das Umrüsten der Ka 8 auf die Cabrio-Version hat er sicherlich für viele zusätzliche Starts gesorgt, weil bei dem heißen Wetter jeder mal "oben ohne" fliegen wollte. Es gab 3 Umschulungen auf ASK 23 und eine auf die WT. Leider konnte sich aber trotz hoher Startzahlen kein Schüler freifliegen."

(Claus Mühlenkamp, Uwe Hannes, Horst-Walter Schwager)


Flugschau in Holland

16.Juli 2006

Open Dagen Luchtmacht - von dem Vergnügen, anderen beim Fliegen zuzuschauen: Manchmal macht es auch einfach Spaß, anderen beim Fliegen zuzuschauen. Nach mehreren Besuchen des Royal International Air Tattoo in Fairford in England in den vergangenen Jahren war ich diesmal auf der Suche nach einer preiswerteren Alternative. Und wurde fündig. Nachdem die großen Kunstflugstaffeln ihre Terminkalender für 2006 herausgegeben hatten, schien sich für Leeurwarden in den Niederlanden ein gutes Programm zu entwickeln. Und so war es auch. Das im Internet veröffentlichte Programm wurde immer besser und voller. Ein besonderes Bonbon war dann die angekündigte Teilnahme der „Blue Angels", die ausschließlich für Leeurwarden über den Atlantik kamen, was wirklich nur äußert selten passiert.

Die Open Dagen Luchtmacht sollten am 16.06. (ein Freitag, auch in den Niederlanden ein ganz normaler Werktag!) und 17.06.2006 stattfinden. Leeurwarden ist eine 85.000 Einwohner-Stadt mit einem Fliegerhorst der Holländischen Luftwaffe unmittelbar am nordwestlichen Stadtrand. Also machte ich mich am Fronleichnamstag bei 21° und noch einigermaßen Sonnenschein mit Familie auf die rund 450 km lange Strecke, um dann bei leichtem Nieselregen und 14° am Ziel anzukommen. Da macht das Zelten Freude....am Freitag gab es bei gleichen Temperaturen eine geschlossene Wolkendecke, die von ca. 200 m um 07.00 Uhr auf maximal ca. 1200 m im Tagesverlauf anstieg. Somit entschlossen wir uns, den Tagesausflug zur Küste vorzuziehen und die Airshow am Samstag zu besuchen.

Wir waren dann am Freitag allerdings sehr früh von der Küste zurück, weil es dort bitterkalt und windig war. Bei dem anschließenden Bummel durch die wunderschöne Altsstadt konnten wir dann allerdings noch einen guten Teil des Programms hören und auch sehen. Die Bilder von den „Blue Angels" mit dem grauen Hintergrund habe ich tatsächlich aus dem Stadtzentrum heraus geschossen, was man zum Teil auch an den Häusern erkennt. Über die Stadt hinweg hatte die Vierer-Formation immer wieder zu den Überflügen ausgeholt.

Der Samstag war dann einfach phantastisch. Von morgens bis abends strahlend blauer Himmel und 23° C. Das Programm von 09.20 - 17.00 Uhr, für das man keinen Eintritt zahlen brauchte, beinhaltete folgendes: Formationskunstflug mit vier Fokker Four + Saab Safir (beides einfache, bereits betagte Schulmaschinen mit Kolbentriebwerk), P-51 Mustang Display, 2Excel Team „The Blades" (Formationskunstflug mit vier Extra 300), F-16 Solo-Display, Formationskunstflug mit zwei Hawker Hunter, „Asas de Portugal" (Formationskunstflug mit zwei Alphajets), „Royal Jordanian Falcons" (Formationskunstflug mit vier Extra 300), Spitfire Display, „Midnight Hawks" (Formationskunstflug mit vier finnischen Hawk), Solo-Displays von F-18, PC 7 und einer weiteren F-16, „Patrouille Suisse" (Formationskunstflug mit sechs F-5), Solo-Display F-15, „Patrouille de France" (Formationskunstflug mit acht Alphajet) und „Blue Angels" (Formationskunstflug mit sechs F-18). Dazu gab es noch so einige Lückenfüller wie Vorführung von C-130 Hercules, MI-24 Hind, CH-47 Chinook, AB 412, Christian Moullec imj UL mit seinen Gänsen und einen simulierten Airfield Attack mit sechs F-16 nebst gewaltigem Bodenfeuerwerk. Die „Red Arrows" (Formationskunstflug mit neun Hawk) durften nur am Freitag auftreten, weil sie am Samstag bei den Geburtstagsfeierlichkeiten von „Queen´s Mum" fliegen mussten. Aber wie auf dem einen Foto ersichtlich, haben wir sie exakt abgepasst und das volle (flat) Programm gesehen, als wir von der Küste zurückkamen. Was soll man dazu sagen? „Smoke on" oder lieber „Wie schön, in Deutschland wohnen zu dürfen" (aber so kommt man auch mal wieder nach Holland)?

(Roland Friedrich)


Berichte aus Unterwössen und Phoenix

25.Juli 2006

Steffen hat Ende Juni an einem Streckenfluglehrgang der Alpensegelflugschule Unterwössen teilgenommen und läßt uns mit seinem tagebuchartigen Bericht an seinen Erlebnissen teilhaben.

Seine ausgezeichnete, sehr detaillierte Schilderung und die Photos lassen die Schönheit der Berge, aber auch das dichte beieinanderliegen von Hochgefühl und Beklemmung erahnen, das einen beim befliegen der Alpen im Segelflugzeug erwartet. Lesenswert!

Ausführlich und interessant auch Andreas erster Bericht von der Lufthansa Flugschule in Phoenix/Arizona aus den USA. Dort fiebert sie schon den ersten Starts mit der legendären "Bonanza" entgegen, muß aber auch Temperaturen ertragen, gegen die die bei uns zur Zeit herrschenden 32 Grad wie ein kühles Lüftchen wirken müssen. Für die nächsten 6 Monate wird dort ihr Zuhause sein, bevor es dann wieder zurück nach Bremen geht.

(Horst-Walter Schwager)


Hochsommer beim Fluglager und Streckenflüge

20./21.Juli 2006

Dieser Sommer könnte am Ende an den Supersommer 2003 heranreichen, so konstant lange haben wir schon bestes Wetter und Temperaturen deutlich über 30 Grad. Hier einige Impressionen vom Flugbetrieb und zwei "Models".

Seit Mittwoch ist aber auch wieder mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre gekommen, was (endlich) zu prächtiger Wolkenthermik und einer Großzahl langer Streckenflüge geführt hat. So flogen LSC-Piloten allein am Freitag 5.185 Kilometer, darunter siebenmal länger als 400 Kilometer: Max 690, Heiner 515, Michi und Philip 517, Lagerkommandant Claus 533, Hartmut 478, Christa und Wolfgang Joschko 452, Reiner Biba und Ruth 405, Peter Eberhard 376, Engelbert 349, Horst-Walter 307, Thomas 236, Christoph 272 und Julian 55 Kilometer! Momentan stehen wir im OLC sogar auf Platz 3 und haben sind mit 86.824 Kilometern bereits deutlich mehr geflogen, als im gesamten Vorjahr.

Ein Schauspiel war aber auch das Wetter, das unseren Sport so naturverbunden und schön macht. Am Donnerstag abend streifte ein Gewitter den Platz (und richtete in Nachbargemeinden Schäden an). Am Freitag hatten es die Cumuli mit Basishöhen bis 2.300 Meter Horst-Walter angetan; sie sehen aus dem Segelflugzeug einfach noch viel majestätischer aus, als am Boden - hier einige Impressionen.

(Horst-Walter Schwager)


Ka8 der "offenen" Klasse fliegt!

19.Juli 2006

Wer diese Tage das Fluglager besucht wird feststellen, dass es einen enormen Andrang auf die Ka8 „17" gibt, aber nicht von nur von Flugschülern, auch Scheinpiloten und Fluglehrer sind plötzlich ganz wild darauf in dem alten Schulflugzeug zu fliegen. Das liegt daran, daß die 17 nun eine Cabrio-Ka8 ist, und eine offene Haube hat. Diese Haube haben wir vor 2 Jahren - nachdem Jens das eingefädelt hatte - von den Riedelbachern geschenkt bekommen, nachdem deren Ka8 beschädigt wurde. Vor 2 Wochen begann Gerd Reuter dann damit die Cabrio-Haube für die Ka8 flugtauglich zu machen, hierzu baute er die Haube um. Das hieß: Neuer Lack, neuer Verschluss und ein Rückenschott, um Schäden an der Bespannung durch Lufteintritt zu verhindern.

Am Dienstag war die 17 fertig und wurde abends vom Prüfer Dieter Kluge abgenommen. Gerd Reuter unternahm noch am selben Abend den ersten Flug und war begeistert vom neuen „luftigen" Fluggefühl. Ebenfalls begeistert waren alle anderen Piloten, die bis jetzt Cabrio geflogen sind: Claus Mühlenkamp, Uwe Hannes, Horst-Walter Schwager, Björn Schwenzer, Christa Joschko, Christoph Schmid, Dirk Beerbohm, Ronny Rossberg, Julian Semik, Michiel Blokzijl, Robin Hoffman, Thomas Oberländer, und der Andrang hält auch weiterhin an. Auch abends wenn die Ka8 längst in der Halle steht, beschert sie noch viel Freude, schließlich gilt sie als eigenes Muster, was dem Fluglager bis jetzt über ein duzend Kästen Freibier einbrachte. Es lohnt sich also in jeder Hinsicht mal auf dem Platz zu kommen.

(Thomas Oberländer)

Beginn Fluglager - Neuer Lepo

18.Juli 2006

Dank sehr guter Beziehungen von Luc de Causmaecker zur Firma Audi haben wir einen neuen Edel-Lepo erhalten, der von Peter Scholz und seiner Crew in Rekordzeit umgebaut und bereits am ersten Tag des Fluglagers eingesetzt wurde: "Am Sonntag Mittag konnten wir ein neues Seilrückholfahrzeug (im Flieger-Jargon auch Lepo genannt, abgeleitet von OPEL, rückwärts gelesen) in Betrieb nehmen. Unser alter BMW, der seit vielen Jahren dazu benutzt wurde, die Windenseile von der Winde zum Segelflugstartplatz auszuziehen, war schon länger etwas altersschwach, und an manchen Tagen nur durch viel gutes Zureden dazu zu überreden, seinen Dienst zu versehen. So wurde schon im vergangenen Winter die Entscheidung getroffen, sich nach einem neuen Fahrzeug umzuschauen. Durch die guten Beziehungen unseres Mitglieds Luc De Causmaecker zur Firma Audi konnten wir schon im Frühjahr die Zusage erhalten, ein dort ausgemustertes Fahrzeug zu erhalten. Am vergangenen Freitag war es dann endlich soweit. Am frühen Morgen brachen Luc De Causmaecker und Peter Scholz auf, um das Fahrzeug in Ingolstadt abzuholen. Weil das Fahrzeug nicht mehr für den öffentlichen Verkehr zugelassen ist, musste der Transport auf einem Kfz-Anhänger erfolgen, den die zwei zunächst in Usingen übernehmen sollten. Dort angekommen, mussten unsere Fahrer aber feststellen, dass der Hänger trotz Reservierung an einen anderen Mieter verliehen worden war. Nun musste schnell ein Ersatz her, denn spätestens um 14:00 sollte das Fahrzeug bei Audi übernommen werden.

Zum Glück fanden unsere Hobby-Spediteure einen Verleiher in Karben, der noch einen Hänger frei hatte. Mit gut einer Stunde hinter dem Zeitplan ging dann die Reise nach Ingolstadt, und um Punkt 14:00 konnte Luc de Causmaecker Herrn Forster von Audi anrufen. Einige Minuten später präsentiere Herr Forster das Schmuckstück: ein Audi A4 Avant quattro, mit allem erdenklichen Zubehör, technisch und optisch von den Lehrlingen der Audi-Ausbildungswerkstatt in einwandfreien Zustand gebracht. Nach einer ausführlichen Einweisung ging es dann zurück nach Neu-Anspach, wo der Audi am Abend erstmal in der Halle verstaut wurde. Am Samstag und Sonntag waren zusammen mit drei netten Flugschülern dann trotz bestem Flugwetter noch einmal einige Arbeitsstunden fällig, um den Ausleger vom alten BMW auf den neuen Audi zu montieren. So war pünktlich zum Fluglager der neue Lepo einsatzbereit, sehr zur Freude aller Flugschüler, die schon seit Samstag Morgen begehrliche Blicke auf den neuen Dienstwagen geworfen hatten." (Photos unten)

So beflügelt konnte dann auch in das zweiwöchige Fluglager ab Montag, 17.Juli eingestiegen werden. Bestes Hochsommerwetter, Temperaturen von (bis jetzt) 32 Grad und kein Wölkchen am Himmel. Was für den Schulflugbetrieb prima ist - insbesondere, wenn man an die Wintertemperaturen vom letzten Jahr denkt - lähmte bis jetzt etwas die Streckenflieger. Denn die (meistens schwache) Blauthermik mit niedriger Arbeitshöhe, das größere Absaufrisiko und die Aussicht auf stundenlanges fliegen ohne jeden (Wolken)Schatten verheißen Schwerarbeit und trotzdem magere Schnitte. Dennoch haben Bernd, Dirk und Claus, Lutz, Christa und Wolfgang Joschko, Thomas und Euer Pressereferent Flüge zwischen 56 und 253 Km geschafft. Übrigens bekamen wir auch eindrucksvoll demonstriert, daß beim Kampf Technik gegen Natur nicht immer die Technik gewinnt ;-) (s.Bilder)

(Peter Scholz und Horst-Walter Schwager)


Berufspiloten in Spe

09.Juli 2006

Mehr als 10 Berufspiloten sind aus den Reihen der Flugschüler des LSC schon hervorgegangen, erinnerte sich unser 1.Vorsitzender Jens Olbrich. Am letzten Sonntag feierten zwei weitere Anwärter diesen Schritt mit einem Faß Bier. Andrea Seifert hatte die letzten Monate an der Fliegerschule der Lufthansa in Bremen Theorie gepaukt - erfolgreich, wie sie jetzt berichten konnte. Denn am 14.Juli geht's für 6 Monate in die USA, um das Erlernte in die Praxis umzusetzen.

Etwas länger wird's mit dem aktiven fliegen noch für Daniel Schlösser dauern, der auch gleich seinen 19.Geburtstag mitfeiern konnte. Daniel hatte kürzlich an einem Montag (!) Kollegen für den Windenflugbetrieb zusammen getrommelt und erfolgreich seine praktische Prüfung zum Luftfahrerschein abgelegt! Das war die Erste Prüfung der Saison 2006. Noch wichtiger für seine Zukunft war aber die Zusage der Bundeswehr ihn in die Ausbildung zum Jetpiloten aufzunehmen, über die er sich sehr gefreut hat. Ab 01.August wird er in Fürstenfeldbruck bei der Luftwaffe stationiert sein und in sechs Jahren Tornado, oder vielleicht sogar Eurofighter fliegen. "Ich plane aber weiterhin an den Wochenden hier zu fliegen, mal schauen, wie sich das machen läßt."

(Horst-Walter Schwager)


Kinder aus Tschernobyl zu Gast

28.Juni 2006

Wie jedes Jahr, so waren auch heuer wieder die Kinder aus Tschernobyl bei uns zu Gast und verlebten einen ereignisreichen Spielnachmittag auf dem Flugplatz. Vier Wochen lang können sich die Kinder aus Jelsk (60 Km vom Reaktor in Tschernobyl entfernt) in und um Wehrheim herum erholen. Bevor sie zu uns kamen, hatten sie bereits die Lochmühle besucht und waren mit Traktor auf einem offenen Hänger gefahren. Seit 10 Jahren schon läuft dieses von Ina Matern/Gemeinde Wehrheim betreute Programm.

(Horst-Walter Schwager)


"Theaterstück in fünf Akten"

24.Juni 2006

Wenn es ein typisches Flugwochende mit der ganzen Bandbreite an Vereinsaktivitäten gibt, dann war dieser 24.Juni ein gutes Beispiel dafür. Zunächst einmal brutzelten alle in der schwülen Hitze des so plötzlich über uns hereingebrochenen Sommers. Die Thermik war ausgesprochen schwierig und es gabe nur kürzere Streckensegelflüge, zum Teil nicht einmal außerhalb des Platzbereiches: Gerd Spiegelberg schaffte mit 233 Kilometern die Tagesbestleistung, Herbert Siegel 130, Konstantin Kraft 113, Peter Scholz 86, Said Kutschekmanek 60 und der Pressereferent 56 Km. Danach kam der Fußball wieder zu Ehren, Wolfgang Joschko hatte erneut in seine Freiluftarena eingeladen und das Ergebnis Polen-Deutschland fiel zu Zufriedenheit aller Beteiligten aus!

Dadurch kam natürlich der gesamte Flugbetrieb schlagartig zum erliegen...es wartete aber noch ganz gespannt ein junger Flugschüler auf das große Ereignis. Dank des lauen und langen Sommerabends, sowie dem Bierverzicht der beteiligten Fluglehrer durfte danach Sven Petri die ersten Alleinflüge (ausführlicher Bericht) des Jahres machen und wurde anschließend gebührend nach der alten Segelfliegertradition gefeiert.

Anschließend luden Harald Fröhlich (50. Geburtstag) und Gerd Spiegelberg (Lebensfreude) zu Grill und Bier, und wurde der lange Tag mit dem traditionellen Sonnenwendefeuer beschlossen.

(Horst-Walter Schwager)


Sehr lange Streckenflüge

23.Juni 2006

Wie schon öfters in der Saison trafen sich auch werktags einige Streckensegelflieger, um eine gute Thermikwetterlage auszunutzen. Denn das Wetter richtet sich ja leider nur ab und zu nach unseren Flugwochenden.An diesem Freitag aber herrschte richtiges "Hammerwetter", welches von unseren Cracks in enorm lange Streckenflüge umgesetzt wurde. Ein ausführlicher Bericht findet sich hier. Unsere Streckensegelflieger haben gleich ab Anfang April zugeschlagen und bereits jetzt mehr, als 2/3 der für 2006 erhofften 100.000 Streckenkilometer geschafft! Da wird Steffen wohl seine Wette einlösen müssen. Ganz offensichtlich kehrt sich nach einem relativ schwachen Vorjahr der Trend wieder um - wer weiß in welche Höhen wir dieses jahr noch entschweben?

Etwas Statistik:

Jahr Kilometer OLC-Platz Flüge Piloten
2001 63.800 3 282 43
2002 77.973 2 375 52
2003 117.812 6 545 62
2004 107.067 5 477 61
2005 73.628 14 313 52
2006 70.534 5 282 54

Nach dem Supersommer 2003, der wohl ein singuläres Ereignis war, könnte dieses Jahr sogar das Beste der Vereinsgeschichte werden? Im Moment liegen wir im OLC auf Platz 5 von 590 Vereinen, nach Flügen sogar auf Platz 3. Dies hatte auch Folgen für unseren internen Vereinswettbewerb, in den Bewegung gekommen ist! Dort werden ja die 6 besten Flüge jedes Piloten gewertet. War bis Anfang Juni die Reihenfolge scheinbar zemetiert: 1.Platz Thermik Teufel, 2.Platz Anspacher Scyscraper, 3.Platz Anspach Pinguine und 4.Platz Flying Igls, so weist die wöchtentlich von Elmar und Steffen aktualisierte Tabelle jetzt Folgendes aus: Hinter den weiterhin unangefochten führenden Teufeln (12.941 Punkte) habe sich die Igls über Platz 3 auf Nr.2 (11.353) hochgearbeitet, finden sich die Pinguine nach Zwischenhoch auf Platz 2 jetzt auf Platz 4 (11.076) wieder und sind die Scyscraper nach einem Hänger mit Platz 4 auf Platz 3 (11.128) angekommen.

Auch in der 2.Bundesliga, wo an Wochenden auf Kilometerschnitt geflogen wird, mischen wir kräftig mit - Georg Kolmschlag hält uns ja regelmäßig per Email nach jedem Wochende auf dem Laufenden: "Liebe LSC-ler, das WM-Finalwochenende der 11.Runde brachte den hessischen Segelfliegern kein Wetterglück. Deshalb nur 1 Trostpunkt und Platz 164 dank dem Duo-Team Max Reuter und Andrea Seifert. Damit rutscht der LSC nun auf Platz 13 in der Gesamtwertung. Der Abstand zu den Aufstiegsplätzen bleibt jedoch noch überwindbar, insbesondere wenn die Letztplazierten in der ersten OLC-League weiterhin wenig Punkte sammeln. In der Hessenliga ist der LSC weiter vorne mit 127 Punkten. Dort gab es immerhin 10 Rundenpunkte auf Platz 8. Alle Ergebnisse der Runde 11 finden sich auf dem OLC-Server (http://www2.onlinecontest.org)

(Georg Kolmschlag, Horst-Walter Schwager)


Marburg Open Erfolge - 3 Piloten auf dem Treppchen!

17.Juni 2006

Rechtzeitig zur Marburg Open zeigt sich der Sommer von seiner schönen Seite. Der Flugplatz ist nach dem Regen der letzten Wochen wieder trocken. Pünktlich um 20:00 und nach dem verdienten 4:2 gegen Costa Rica fanden sich diesmal 43 Teams, zum guten Teil Stammgäste, zum diesjährigen Wettbewerb in Marburg ein. Vom LSC Bad Homburg waren angereist: Lutz-Volker Benner (JOY), Klaus Mangels (ZZ), Klaus-Peter Voigt (Ersatzpilot und technische Leitung), Alex Witte (Mannschaft + Schleppi) und Ralf Butz (DS). Das Wetter schaut bis mindestens Montag gut aus. Wir erwarten schöne Wettbewerbstage (ausführlicher Bericht) und freuen uns auf eine tolle Zeit in Marburg-Schönstadt.

(Ralf Butz)


Fußball-WM auch in Anspach/Ts.

14.Juni 2006

Die Wellen der Fußball-Weltmeisterschaft schwappen hoch und höher, erreichten gestern Abend auch unseren Flugplatz. Wolfgang Joschko hatte trotz Stau noch rechtzeitig einen TV-tauglichen Laptop und Beamer organisiert, Dirk am Grill und Evelyn sorgten mit Würstchen, Koteletts, Salaten, Tiramisu und einem köstlichen Amaretto-Sekt-Eis Nachtisch für die leibliche Grundlage und dann konnte es los gehen mit Deutschland - Polen! Nach der Hitze des Tages war es ein wunderschöner lauer Sommerabend unter dem Blätterdach vor dem Clubheim, die Technik funkionierte astrein und am Ende gab's sogar noch den heißersehnten Sieg 1:0!

(Horst-Walter Schwager)


Schulflugbetrieb an der Winde ist gestartet.

11.Juni 2006

Inzwischen ist der Platz trocken, das Gras gemäht und findet regelmäßiger Windenflugbetrieb statt. Bernhard Vetter hat ein paar Impressionen vom letzten Sonntag mit der Kamera eingefangen.

(Horst-Walter Schwager)


Gerd Spiegelberg gewinnt den 28.Internationalen Hockenheim Wettbewerb!

10.Juni 2006

Vom 03.06. - 10.06.2006 fand bereits zum 28. Mal in Hockenheim der rennomierte Internationale Segelflugwettbewerb statt. Er war zugleich zugleich Qualifikationswettbewerb für die Deutschen Meisterschaften 2007 in den Klassen Club, Standard, 15-Meter und 18-Meter. Bei zeitweise ausgezeichneten Wetterbedingungen flogen an 8 Wertungstagen insgesamt 85 Flugzeuge mit. Gerd Spiegelberg trat dabei mit seiner LS8-18 in der Klasse 18-Meter an und gewann 5 von den 8 Tageswettbewerben - eine ganz besondere Leistung! So konnte er sich auch mit einem 4.Platz am vorletzten Tag auch einen „Ausrutscher" erlauben, um trotzdem in der Endabrechnung mit 6.794 Punkten sehr klar vor dem zweiten Axel Horns (6.442 Punkte) den Wettbewerb für sich zu entscheiden. Damit hat er sich gleichzeitig für die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften 2007 qualifiziert, deren Austragungsort derzeit noch nicht fest steht.

Gerd Spiegelberg fliegt seit 1968 und nahm bereits 1971 an Segelflugwettbewerben teil. Beim LSC, dem er 1986 beitrat, gehört er mit weit über 4.000 Flugstunden zu den erfahrensten Segelfliegern und bildet als Lehrer auch junge Flugschüler aus. Dreimal bereits war Gerd Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, erzielte 2005 bei der Vorweltmeisterschaft in Eskilstuna/Schweden in der Doppelsitzerklasse zusammen mit Friedemann Küster (FSV Oberhausen) einen 4.Platz und gewann 2003 in Vinon/Frankreich die 18-Meter Klasse.

„Nach wie vor fasziniert mich am Segelflug das Naturerlebnis - nur mit Hilfe warmer Luft quer durch Deutschland zu fliegen - und die grandiose Geographie geradzu körperlich zu genießen." so Gerd's Motivation auch im 38.Jahr die Anstrengungen und Hingabe aufzubringen, die der Segelflugsport erfordert. Er hält den Segelflug besonders für die Jugend geeignet, denn er sei charakterprägend: neben einer im Sport seltenen Kombination körperlicher und theoretischer Fähigkeiten, die erworben werden, lerne man insbesondere Niederlagen mit Demut zu ertragen und bei Erfolgen nicht überheblich zu werden.

(Horst-Walter Schwager, Photo: Claus Mühlenkamp)


Außenlandung mit allen Tücken.

01.Juni 2006

Es gibt ein weiteres, untrügliches Zeichen dafür, daß die Segelflugsaison begonnen hat: Außenlandungen. Nach Horst-Walter, Max, Steffen und Reinhard mit Ronny waren diesmal Nico und Julian im Duo Discus dran. Julian hat darüber eine schöne Photo-Reportage geschrieben, die eindrucksvoll belegt, daß bei so etwas die eigentliche Arbeit erst nach der Fliegerei losgeht. Auch in diesem Fall verlief die Landung auf dem Acker problem- und schadenslos - gelernt ist gelernt. Ein Bildungsauftrag besteht öfters darin, den herbeigeeilten, mehr oder weniger aufgeregten Zuschauern zu erklären, daß es sich mitnichten um eine Notlandung, oder gar einen Absturz handelt.

(Horst-Walter Schwager)


Die Zahl des Tages: 12.622,14 Kilometer!

18.Mai 2006

Das Wochende 06./07.Mai hat's gebracht: an diesen beiden Tagen flogen Piloten des LSC stolze 12.622 Kilometer - eine hervorragende Zahl! Björn Schwenzer hat diese beiden Frühsommertage in sehr schönen Bildern eingefangen. Momentan stehen wir im OLC in Hessen unangefochten auf Platz 1 und bundesweit mit 26.257 Punkten auf Platz 6 von 500 Vereinen. Wenn das so weiter geht, läßt sich dieses Jahr vielleicht die 100.000-er Grenze knacken? Darauf wurden ja schon Wetten abgeschlossen! Wir haben mit 39 Piloten bisher 120 Flüge geschafft und vier von uns haben bereits so früh im Jahr die 600-Km Grenze erreicht: Gisela Weinreich mit 614 Km am 12.Mai und Gerd Spiegelberg (743 Km), Max Reuter (721 Km) und Lutz-Volker Benner (667 Km) alle am Supertag, dem 07.Mai. Vier Piloten (Gisela, Gerd, Bernd und Horst-Walter) haben schon 6 OLC-Flüge, oder mehr, und können sich nur noch über längere Flüge verbessern. Dies spiegelt sich auch im Vereinswettbewerb, der jeden Montag von Elmar und Steffen aktualisiert wird wieder: unaufhaltsam klettern die Punktzahlen nach oben. Offenbar sind aber die Teams so ausgeglichen besetzt, daß es bisher keine Verschiebungen in der Rangfolge gegeben hat.

Die Thermik Teufel führen das Feld an, gefolgt von den Anspacher Skyscrapern, den Anspach Pinguinen und den Flying Igls. Nicht vergessen werden sollten aber auch andere Erfolge, so hat Julian Semik dieser Tage seine B-Prüfung geflogen: "Ich ging am Sonntag den 14.05.06 auf den Flugplatz, und wollte eigentlich nur ein bisschen rumfliegen. Dann viel mir ein, dass ich ja langsam mal auf meine B-Prüfung hinarbeiten könnte und bat Uwe, der an diesem Tag, Fluglehrer war, ob er sich bitte mal meine Manöver (Kreiswechsel, Rollen und den Einstieg in die Thermik mit Sollfahrt) angucken könnte, dass ich dann die B-Prüfung machen konnte. Nachdem ich schon 2 Platzrunden geflogen war, konnte ich mich beim dritten Flug etwas mehr als eine Stunde halten. Als ich gelandet war schaute ich in meinen Ausbildungsnachweis, alle der obengenannten Punkte und auch die B-Prüfung war unterschrieben. Danke Uwe!" Julian bereitet sich bereits auf die Theorieprüfung vor und hat sich zum Ziel gesetzt dieses Jahr den Luftfahrerschein zu machen. Wir wünschen viel Erfolg!

Da letztes Wochende endlich auch wieder die Winde in Betrieb genommen wurde, gibt es eigentlich für Niemanden mehr einen Grund seinen Winterschlaf noch länger fort zu setzen.

(Julian Semik, Horst-Walter Schwager)


Streckenfluglehrgang in Gelnhausen

18.Mai 2006

Vom 06. bis zum 12.Mai veranstaltete der Hessische Luftsportbund in Gelnhausen einen Streckenfluglehrgang, an dem Euer Pressreferent teilgenommen hat.Um es kurz zu machen: es war phantastisch und ich habe dort mehr gelernt, als ich mir vorher überhaupt vorstellen konnte. Neben einer fast perfekten Organisation und äußerst kompetenten und pädagogisch fähigen Lehrern hatten wir auch ein geradezu unverschämtes Glück mit dem Wetter und konnten 7 Tage lang bei Hammerwetter fliegen. Hier der Bericht (1,1 MB PDF).

(Horst-Walter Schwager)


Segelkunstflug Lehrgang in Babenhausen

28. April 2006

Wie lassen sich 1.000 Meter Schlepphöhe am effektivsten und in allerkürzester Zeit vernichten? Die Antwort ist der Segelkunstflug :-). In Babenhausen fand eine Woche lang der traditionelle Lehrgang statt, an dem Frank Kleinwächter, Kai Kursawe und Steffen Losch teilnahmen. Während Frank schon länger aktiv ist und den eigen Fox mitbrachte, versuchten sich Kai und Steffen zum ersten Mal mit Looping, Turn, Rolle und Trudeln. Kai schaffte nach 5 Stunden Ausbildung sogar den Prüfungsflug, was um so beachtlicher ist, als wegen des schlechten Wetters nur drei Flugtage zur Verfügung standen. Der Segelkunstflug ist neben dem Streckensegelflug und "Lustflügen" in Platznähe eine eigenständige und gleichberechtigte Form unseren Sport auszuüben. Neben der geistigen und körperlichen Herausforderung bringt er offenbar - wenn man den Worten der begeisterten Piloten Glauben schenken darf - eine Menge Spaß und perfekte Flugzeugbeherrschung. Sie lernen Flugzustände kennen, die die meisten von uns nie erfahren und das ist ganz sicher auch ein Gewinn für die Flugsicherheit. Nicht allzuviele im Verein haben bisher Bekanntschaft mit dem Segelkunstflug gemacht. Neben den drei Lehrgangsteilnehmern sind dies, soweit mir bekannt, Rainer Biba, Falk, Björn, Carsten, Max, sowie Peter Frisch und Klaus Vogt, die ebenfalls die Kunstflugberechtigung besitzen.

(Horst-Walter Schwager)


Zu Gast: Antonow-2

28. April 2006

Letzten Freitag war sie zu Rundflügen unterwegs und bei uns zu Gast: die Antownow-2, der weltgrößte Doppeldecker. Majestätisch schwebte sie auf der 06 ein, um kurz danach vor den zahlreichen, interessierten Zuschauern aus zu rollen. Langsam kam der riesige 4-Blatt Propeller zum stehen und wurden einem erst beim nähertreten die Dimenisonen dieses in den frühen 50-er Jahren vom russischen Flugzeugkonstrukteur Antonow entwickelten Musters klar: Spannweiten 18/14 Meter, 5.500 Kg Abflugmasse, 1.015 PS 9-Zylinder Sternmotor mit 30 Litern (!) Hubraum. Geflogen wird mit zwei Piloten und 8-12 Passagieren. Zum tanken muß ein Pilot auf die obere Tragfläche in 4,20 Metern Höhe klettern - so hoch hat noch Niemand über unserer Tankstelle balanciert. Die AN-2 wurde als robustes, kurzstartendes Mehrzweckflugzeug für den Einsatz auf unbefestigten Plätzen in Landwirtschaft und für Transporte in Rußland, der Volksrepublik China und der DDR über 30.000 mal gebaut. Viele Exemplare fliegen heute noch, darunter zwei Stück beim Luftsportclub Ballenstedt (Quedlinburg).

D-FWJK war für ein paar kurze Rundflüge für Mitarbeiter einer Speditionsfirma gechartert worden, die bei einer Art Ralley auch die Saalburg und den Feldberg besuchten. Beeinruckend waren die sehr guten Kurzstarteigenschaften - wenige Meter nach dem anrollen war der Riese schon in der Luft, als auch das im Vergleich zur Größe recht leise Motogeräusch.

(Horst-Walter Schwager)


Erstflüge

23. April 2006

Endlich war - nach ersten Flügen in Frankreich - die neue Antares auch am Platz zu bewundern. Als stolze Eltern grüßen Peter Eberhard, Klaus Rebenstock und Bernd Wehrheim. Zu ersten Flügen auf ihren eigenen Flugzeugen, ein besonderes Ereignis im Leben eines Segelfliegers, starteten auch Ulrich (LS1f) und Said (LS4). Die erste Alleinfliegerin des Jahres 2006 ist Annette, die ebenfalls am 23.April und trotz sehr schlechter Sicht solo drei Platzrunden mit der Dimona flog und dazu von allen Anwesenden herzlich beglückwunscht wurde.

(Horst-Walter Schwager)


Streckenflüge im April

23. April 2006

Vereins-Teamwettbewerb (Stand 23.April): Die Saison hat begonnen, im April ist bereits viel geflogen worden! Vor allem dank der Streckenflüge von Gisela liegen die Thermik Teufel deutlich auf Platz eins vor den Anspacher Skycrapern, Anspach Pinguinen und Flying Igls. Nachdem zunächst die Riedelbacher mit einem Frühstart in Front gegangen waren (man erinnere sich: 2006 will man zum "LSC-Biter" werden!) wurde am 23.April mit 10 OLC-Flügen von 9 Piloten die richtige Reihenfolge wieder her gestellt. Bereits 10 Piloten haben dieses Jahr Strecken über 200 Km geschafft: Gisela, Lutz, Peter Eberhard, Christoph, Gerd Spiegelberg, Heiner, Kai Uwe und Jörg.

(Horst-Walter Schwager)


Flugtraining JU-52 für's Flugfest

19. April 2006

Heute ein kleiner Vorgeschmack auf DEN Höhepunkt des Taunus-Flugfestes am 26./27.August. Zusammen mit anderen Lufthansa Piloten, die in Ihrer Freizeit die JU-52 der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung fliegen, hat Uwe Hannes in Rechlin das jährliche Pilotentraining mitgemacht. Sein detaillierter Bericht gibt einen guten Eindruck von den Anforderungen, die dieser Oldie selbst an erfahrene Verkehrspiloten stellt. Im letzten Aerokurier erschien übrigens eine ausführliche Reportage über den Sommerflugbetrieb dieser Maschine. Auf den Auftritt der "Tante JU" auf unserem Platz dürfen wir nun um so mehr gespannt sein!

(Uwe Hannes)


Elektrowinde

12. April 2006

Aus Pohlheim waren die Elektrowindenbauer mit einem nagelneuen Exemplar gekommen, um bei uns Abnahmeflüge durch zu führen, da beim Verein in Cloppenburg der Platz nicht "bespielbar" war. Leider kamen sie auch bei uns nicht zum Zug, Platzverhältnisse und Zeitdruck verhinderten dies.

Dennoch war es hochinteressant, sich diese Technik einmal im Detail anzuschauen (www.elektrowinde.de). Besonders beeindruckend der 95 KW-Motor in der Fahrzeugmitte, flankiert von dutzenden 12-Volt Starterbatterien.

(Horst-Walter Schwager)


Anfliegen 2006

08./09. April 2006

Furioser Saisonbeginn: Nachdem das offizielle "Anfliegen" letztes Wochenende an der doch recht feuchten Witterung und dem Zustand des Platzes scheiterte, wurde dieses Wochenende ein neuer Anlauf unternommen - mit Erfolg! Zwar waren auch schon unter der Woche einige Flüge bei bestem Wetter absolviert worden, aber nur von den Glücklichen, die nicht den Tag bei der Arbeit oder in der Schule verbringen mußten. Der "gemeine" Pilot mußte also bis zu diesem Wochenende warten - und wurde für seine Geduld belohnt. Am Ende des Tages wurden 104 Starts gezählt!!

leppospurUnd das, obwohl die Platzverhältnisse am Anfang alles andere als gut aussahen. Nach einer ersten Begehung zeigten sich einige Teile des Lepoweges als unbrauchbar - der Schotter des Weges ist an mehreren Stellen vom Regenwasser einfach weggewaschen worden; an anderen hat das in den Fahrspuren hinunterrinnende Wasser wahre Canyons gegraben (siehe Bild). Die Windenstartstellen gleichen zudem eher einer Moorlandschaft als stabilem Grasboden. Auch die Piste befand sich nicht in bestem Zustand: Neben großen Matschflächen zierten zahlreiche Maulwurfshügel die Bahn. Damit fielen Windenstarts aus, woran sich im April vermutlich auch nicht viel ändern wird. Trotz Bedenken verlegte man sich auf reinen F-Schlepp-Betrieb, was wider erwarten auch dank des strammen Südwestwindes ausgezeichnet funktionierte. Die Überprüfungsflüge liefen wie am Schnürchen, und dazu machten sich schon die ersten Streckenflieger bei traumhaftem Wolkenbild und Steigwerten bis Varioanschlag auf den Weg.

aussenlandungHorst-Walter konnte dank des tückischen Windes seine neue DG101G dabei gleich auf ihre Außenlandequalitäten (Brandoberndorf) testen, was aber ohne Probleme für Pilot und Flugzeug ablief. Zu den wichtigsten Aufgaben in den nächsten Wochen wird auf jeden Fall die Wiederherstellung des Lepoweges gehören, bevor mit dem Windenbetrieb ernsthaft begonnen werden kann.

Mit ein wenig Glück, einem Laster Kies und ein paar helfenden Händen an der Schaufel sind demnächst Lepoweg und Platz gleichzeitig wieder voll einsatzbereit, so daß der Flug- und Schulbetrieb in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Außerdem soll in Kürze der Platz gewalzt werden, was ein wesentlich komfortableres Rollgefühl vermitteln sollte. Es steht also nicht mehr viel zwischen uns und einer sehr erfolgreichen Saison, wenn das Wetter sich an dem orientiert, was es dieses Wochenende gezeigt hat.

(Björn Schwenzer)


Letzte Vorbereitungen für die Saison

25. März 2006

Zahlreiche größere und kleinere Arbeiten wurden letztes Wochende noch erledigt, um rechtzeitig zur neuen Saison alles Fluggerät bereit zu haben.

vorbereitungGleich acht Arme und Hände (Gerd, Wolfgang, Rainer und Max) steckten tief im Instrumentenbrett der Blauen, um einem Problem mit dem Funk auf die Spur zu kommen und die elektrischen Reste des ehemaligen Autopiloten auszubauen. Elmar installierte ein neu "ge-flashtes" Flarm in der LS8 und Said führte einer Runde Flugleiter Verbesserungen der Towersoftware vor.

(Horst-Walter Schwager)


Jahreshauptversammlung

24. März 2006

Im Bürgerhaus Neu-Anspach fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt, das umfangreiche Programm konnte in ca.2 Stunden abgewickelt werden. Jens gab zunächst den Jahresbericht 2005, einer Saison, die erfreulicherweise ohne jeden Unfall ablief. Es folgten die Berichte von Kassierer Rainer Moses, Segelflugreferent Peter Eberhard, Motorflugreferent Wolfgang Joschko und Kassenprüferin Sabine Lüpke-Meyer. Neben weniger erfreulichen Punkten, wie der notwendigen Erhöhung der Fluggebühren beider Sparten (bei den Segelfliegern auch der Jahrespauschale), gab es für die 70 Mitglieder aber auch etwas zu lachen, als Wolfgang die "undendliche Geschichte" der Grundüberholung der Roten pointenreich zum Besten gab.

JHVMit den Enthaltungen der Vorstandsmitglieder wurde dann der Vorstand von der Versammlung ohne Gegenstimmen/weitere Enthaltungen enlastet. Bei den Neuwahlen wurde Geschäftsführer Volker Bredehorst im Amt bestätigt, ebenso die beiden Kassenprüfer Sabine Lüpke-Meyer und Hartmut Sommer. Neuer Schriftführer in Nachfolge von Angelika Schlosser wurde Richard Fietz, als die beiden Beisitzer im erweiterten Vorstand wurden Elmar Fischer bestätigt und Pressereferent Horst-Walter Schwager neu als Nachfolger von Steffen Losch gewählt. Jens dankte Angelika und Steffen für ihre geleistete Arbeit. Den Schlichtungsausschuß wird Gerd Heinecke leiten.

(Horst-Walter Schwager)


Sportler-Ehrungen der Stadt Bad Homburg

16. März 2006

Jährlich ehrt die Stadt Bad Homburg erfolgreiche Sportler. Wie in den Vorjahren waren dabei auch wieder unsere Segelflieger vertreten. Im festlichen Rahmen fand die Sportlerehrung im Kurhaus Bad Homburg statt. Für die Stadt waren Frau Oberbürgermeisterin Dr.Ursula Jungherr und Stadtrat Michael Korwisi gekommen - durch den Abend führte der bekannte Sportmoderator Werner Damm vom Hessen Fernsehen.

SportlerehrungIn der Deutschen Meisterschaft Streckensegelflug (DMSt, Hessenwertung) errangen die Sportler des LSC folgende Erfolge: Michael Seifert, Max Reuter und Nico Baum 1. Platz Mannschaftswertung Junioren. Gisela Weinreich 2.Platz Frauen, Gerd Spiegelberg 3.Platz 18 Meter-Klasse. Gerd Spiegelberg, Martin Gräf und Lutz Volker Benner 3.Platz Mannschaftswertung 18 Meter-Klasse. Moderator Damm führte zahlreiche Kurzinterviews, so konnte Nico auf die Frage, wie die Segelflieger denn ihre geflogenen Strecken beweisen können, die Funktionen von GPS und Logger erklären. Dr.Jungherr und Korwisi nahmen die Ehrungen vor, überreichten Urkunden und Präsente.

(Horst-Walter Schwager)


Sicherheits-Refresher

12. März 2006

Sicherheits-Refresher

Wie immer bei allerbestem Flugwetter fand im proppenvollen Clubheim der jährliche Sicherheits-Refresher statt. Wie in den Vorjahren hatte Jens den hessischen Flugsicherheitsinspektor (FSI) Matthias Borgmeier gewonnen. Sein langer, aber inhaltlich hochinteressanter und darüber hinaus locker und humorvoll präsentierter Vortrag hat sicherlich bleibenden Eindruck hinterlassen und manchen zum Nachdenken über das eigene Verhalten in der Luft und am Boden gebracht. Denn niemand lernt aus und alle, auch die Erfahrenen, machen Fehler!

Weitere Themen waren:
  • Fliegen ohne Flugleiter
  • Segelflugsektoren im Frankfurter Luftraum 'C'
  • Luftraumänderungen 2006
  • Luftraum Ramstein
  • Flugbetriebsordnung des LSC

(Horst-Walter Schwager)


Bericht vom Luftsportjugendtag NRW in Bonn-Hangelar (EDKB)

11. März 2006

Hallo liebe Vereinskameraden, am Samstag, den 11. März war der Luftsportjugendtag NRW in Bonn-Hangelar (EDKB). Unser Verein wurde durch folgende Mannschaft vertreten: Jenny, Heiner, Nico, Christoph und meine Wenigkeit, de Cheppo! Gegen frühen Nachmittag ging es bei strömenden Regenwetter auf die Autobahn. Allein die Hinfahrt war schon lustig. Die Scheibenwischer blieben mal abrupt stehen, die Sicht nach vorn war also gleich null. Arenalin, sag ich nur!! Nach dem sich die Wischblätter dann wieder entschieden hatten, weiter zu arbeiten, legten wir die erste Rast mit Pitstop ein. Der Tabakbedarf wurde aufgefüllt und ich erfuhr, dass Jenny nicht mehr mit Hagen zusammen ist. Nach knapp zwei Stunden Fahrt kamen wir endlich in Hangelar an. Das Wetter war leider sehr schlecht. Nasser Schneeregen und ein starker, eiskalter Wind ließen das geplante Programm, wie zum Beispiel die Fallschrimsprünge der GSG9-Staffel oder die Flüge des Prototypen LS11 platzen. Das Einzige was wir vom Programm mitbekamen war der Vortrag der Lufthansa. Sehr interessant gestaltet und speziell bezogen war es natürlich auf die Ausbildung zum Berufspiloten.

Am Abend ging es dann in den Hangar, welcher sehr kühl war. Lediglich drei Gas-Heizstrahler kämpften sich ab, den Hangar zu erwärmen. (Dieser war ungefähr so groß, wie die Hälfte unseres neuen Hangars.) Aber dass ließ die circa 50 Flieger nicht davon abhalten, die Budde ordentlich in Schwung zu bringen. Die Musik war spitze und das Kölsch floß nur so herunter. Für die Verpflegung sorgte der Gyrosmann mit Hot-Dogs und Gyrostaschen. Auch eine Tombola gab es. Nico räumte gleich drei Gewinne ab, unter anderem den neuen Segelflugsimulator Soaring Condor. Was mir persönlich sehr gut gefiel, war, dass sehr viele Leute getanzt haben!

hangelarGegen drei Uhr wurden jedoch auch wir müde und wollten uns schlafen legen. Zwei Kerle meinten sich einen Schnarchwettbewerb liefern zu müssen. Ich weiß nicht warum und weshalb, aber ich fand es tierisch lustig und konnte das Lachen nicht mehr stoppen. Wenn ich mich mal beruhigt hatte, war es Jenny, die anfing zu lachen, und mich wieder ansteckte. Es war wirklich heftig. An Einschlafen war nicht zu denken. Jenny entschied sich dazu aufzustehen, zu den Schnarchern zu gehen und denen die Nasen kurz zu zuhalten. HERRLICH! Ein kurzes Schnappen nach Luft und dann war es ruhig...jedoch nur für ein paar Sekunden und der Schnarch-Wettkampf ging weiter. Auch Heiner wurde wach und lachte mit uns mit. Ein Lachkrampf is was schönes, aber kann auch schmerzhaft sein. Glücklicherweise stellte sich das Schnarchen gegen 4 Uhr morgens ein und wir schliefen alle friedlich. Am nächsten Morgen weckten uns warme Sonnenstrahlen gegen halb 9. Wir standen auf und wollten frühstücken. War jedoch nichts! Kein Frühstück, kein frischer Kaffee! Sowas sind wir Anspacher eben nicht gewohnt! Wir entschließen uns heim zu fahren. Zum Glück gab es auf der Heimfahrt kein Regen und auch nicht soviel Verkehr. Alles in allem war es ein sehr schöner Kurztrip, der sich wirklich gelohnt hat. Schade war, dass nur ein ganz kleiner Teil der Jugend unseres Vereins Lust hatte mitzufahren. Ich hoffe auf mehr Teilnehmer bei dem nächsten Trip, wohin es auch gehen wird! Bis dann!

(Carsten Sczeponik)


Segelflugversammlung

10. März 2006

Bei sehr guter Beteiligung führte unser Segelflugreferent Peter Eberhard die jährliche Segelflugversammlung durch, die Themen waren:

  • Rückblick Segelflugsaison 2005.
  • Siegerehrung Vereinswettbewerb (Uwe Hannes), Saison 2005
  • Saison 2006
  • Winde (Peter Scholz)
  • Vereinswettbewerb (Steffen Losch)
  • Bundesliga (Georg) OLC, DMST
  • Einstieg in den Überlandflug (Klaus Voigt)
  • Anfliegen, Termine
  • Gebührenordnung (Rainer, Elmar und Peter) in diesem Zusammenhang: Ausnutzung des Vereinsgerätes
  • F-Schlepp von der 06 (Wolfgang Joschko)

(Horst-Walter Schwager)


Ehrungen des HLB

09. März 2006

Große Ehrung für Ernst Schwarz und Wolfgang Weinreich. Beide wurden vom HLB mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die der Verband zu vergeben hat. Ernst Schwarz war langjähriger Segelflugreferent und Wolfgang's zahlreiche Verdienste um den Luftsport sind uns allen bestens bekannt (Siehe Anspach Info Online Archiv 2005/2 anläßlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 10.November). Die goldenen Ehrennadeln wurden im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung in Allendorf/Eder überreicht.

(Horst-Walter Schwager)

Jahresnachprüfungen Vereinsflugzeuge

09. März 2006

Viele fleißige Hände waren letzten Samstag gefragt: Jahresnachprüfung! Zahlreiche Vereinsflugzeuge mußten den kritischen Blicken des Prüfers standhalten und dafür ab- und aufgerüstet werden. Unter anderen beide K8, ASK23, Dimona und der Piccolo.

abnahmeHier zeigte sich, daß Ralf Butz die Gruppenarbeit im Winter bestens organisiert hatte. Stundenlang tatkräftig mit angepackt haben in der eiskalten Flugzeughalle: Nicola Buffo, Ruth Gilz, Ralf Butz, Klaus Vogt, Günter Fritz, Karsten Schneider, Ulrich Kostka, Klaus Mangels, Kai Kursawe, Engelbert Hörl, Horst-Walter Schwager, Gerd Reuter, Alex Witte, Rainer Biba, Gerd Herglotz (falls jemand vergessen wurde, bitte eine Email schicken).

(Horst-Walter Schwager)


Packen der Fallschirme

01. März 2006

Wer sich für den Inhalt seines Rettungsgerätes interessiert, sollte heute oder morgen mal im Clubheim vorbeischauen! Der Fallschirm das unbekannte Wesen - on stage: Gisela Weinreich und Karsten Schneider.

fallschirm

Bilder 1-8: Riesenlang ist so ein Schirm und füllt ausgebreitet die ganze Diagonale des Clubheims aus - die Bahnen der Kappe werden gelegt - das Gurtzeuig wird in ein Hilfsgestell eingehängt - die Leinen werden in Gummiringen verschlauft - die gefaltete Kappe wird in der Hülle verstaut - zuletzt kommt der Hilfsschirm mit seiner widerspenstigen Feder oben drauf - die Hülle wird geschlossen - die Reißleine mit ihren drei Stahlnadeln wird eingehängt, fertig. Das war der erste von ca. 30 Vereins- und Privatschirmen, eine Riesenarbeit für unsere beiden Fallschirmpacker und alle hoffen, daß das Ergebnis ihrer Anstrengung nie gebraucht wird.

(Horst-Walter Schwager)


Radio-Interview zu den geplanten Flugbeschränkungsgebieten bei der Fußball WM

06. Februar 2006

Unser Vorsitzender Jens wurde von Radio Main-FM zum Thema "Flugbeschränkungsgebiete bei der Fußball WM" interviewt. Im Rahmen des Main-FM Tagesreport - "Alles, was Sie wissen müssen in 15 Minuten" - ging der 4-Minuten Clip am 30.Januar, sowie 04./05.Februar über den Äther (3,9 MB MP3-File). Jens hatte sich bereits in der Eröffnungsrede des Hessischen Segelfliegertages am 27.11.2005 in Wehrheim zu den immer weiter ausufernden bürokratischen Hemmnissen geäußert, die uns bei der Ausübung unseres Sports behindern.

(Horst-Walter Schwager)


Erste Flüge der Saison 2006

02. Februar 2006

Der Januar hat uns mit ungewöhnlich viel Sonnenschein und klirrend kaltem Winterwetter verwöhnt - schon seit dem 2.Weihnachtsfeiertag ist der Taunus jetzt verschneit.

schneeRuth hat's nicht mehr am Boden gehalten und so wurde am letzten Samstag die K13 aus der Halle befreit und ging's zusammen mit Bernd zum ersten Segelflug der Saison in die Höhe.

Über der Inversion war's schnucklig warm und herrschte eine phantastische Fernsicht.


schneeAuch am Mittwoch war eine Menge los am Platz, fast wie in der Flugsaison! Mehrere F-Schlepps mit der K13 auf der Schneedecke, auch die KR und HG waren unterwegs.

Endlich ist auch Euer Pressereferent mal mit der Kamera ins Motorflugzeug gekommen und konnte sich - ohne Thermikkurbelstreß - ganz ungestört der wundervollen Taunuslandschaft widmen. Bis genau Sunset (17:18) waren wir oben und genossen Sonnenuntergang und Fernsicht. Herzlichen Dank an Alex, Günter und Harro!

(Horst-Walter Schwager)


Bericht der "Flugreise" von Christa und Wolfgang nach Namibia/Bitterwasser

29. Januar 2006

Nach ihrer Rückkehr aus Bitterwasser haben Christa und Wolfgang einen detaillierten, hochinteressanten Bericht geschrieben, der sich nicht nur auf die Fliegerei beschränkt, sondern auch Land und Leute mit einbezieht. Das Ganze gewürzt mit sehr schönen Photos - lesenswert! Herzlichen Dank an die Autoren. Gerne möchte ich dies mit der Aufforderung an alle anderen verbinden, ihre fliegerischen Erlebnisse mit den Kameraden zu teilen und uns ihre Berichte/Aufnahmen für AIO zukommen zu lassen.

(Horst-Walter Schwager)


Erste Flüge von Christa und Wolfgang in Bitterwasser

15. Januar 2006

Nach einer Woche Kapstadt sind Christa und Wolfgang in Bitterwasser angekommen und haben sich auf der gecharterten DG500M 22m warm geflogen.

Bitterwasser Ein paar Tage vorher war es dort "richtig kalt" geworden, so ca. 25 Grad. Inzwischen sind die Wetterbedingungen und die relative Luftfeuchte wieder hervorragend. Morgendliche Werte um 20% verheißen Wolkenbasishöhen von 5.000 Metern! Am 11. Januar wurden im südlichen Afrika 11 (!!) Tausender geflogen, davon alleine 6 in Bitterwasser.

Der zweifache deutsche OLC-Gewinner (2003, 2004) Mathias Schunk, der mit dem letzjährigen Gewinn des europäischen OLC auch den Bitterwasser-Cup und damit einen 10-tägigen Fliegeraufenthalt dort gewonnen hat, berichtet in einem Tagebuch über seine Erlebnisse (externes Browserfenster). Wolfgang hat leider keine Chance, uns Berichte, oder gar Bilder zu schicken, da die einzige Modemleitung der Farm abends für das hochladen der OLC-Dateien gebraucht wird. Er hat aber versprochen dies nach seiner Rückkehr nach zu holen.

(Horst-Walter Schwager)


Vereinsübergreifende Schulung weiterhin sehr erfolgreich!

14. Januar 2006

Nach wie vor sehr erfolgreich und ohne daß bisher die Schülerzahl abgebröckelt wäre, läuft die vereinsübergreifende Theorie-Schulung.

ausbildungGestern war der Erste Teil der Meteorologie und Jupp Gerth von AeC Bad Nauheim führte in "Die Lehre von den physikalischen Vorgängen in der Atmosphäre" ein. Stilvoll in der alten Obernhainer Kirche unter uralten Holzbalken untergebracht, sorgte das alle halbe Stunde läutende Glöckchen für eine ganz spezielle Atmosphäre. Jupp beherrscht die Kunst, einerseits intensiv auch alle Grundlagen des Wettergeschehens abzuhandeln (Strahlungsphysik, Heizschichten), andererseits das umfangreiche Thema komplett und im Zeitrahmen zu bewältigen. Der Autor gesteht, bestimmte Vorgänge jetzt erst richtig verstanden zu haben.

"Mit so einer großen Gruppe macht es auch mir selber viel mehr Spaß, als wenn da nur 2-3 Leute sitzen." ist auch der Referent vom neuen Ausbildungskonzept überzeugt.

(Horst-Walter Schwager)


Die Joschko's in Bitterwasser unterwegs

06. Januar 2006

Wie in den Vorjahren verbringen Christa und Wolfgang ihren Segelfliegerurlaub in Bitterwasser/Namibia (Südafrika). Seit über 30 Jahren ist diese Segelfliegerfarm für ihre herausragenden Wetterbedingungen weltberühmt und werden dort 1.000-er Strecken im Dutzend geflogen. In dieser Saison (dort ist jetzt Hochsommer) waren es schon über 60! Wolkenbasishöhen von 5.000 Metern und 200-Kilometer Sichten sind keine Seltenheit; Bedingungen, von denen man bei uns nur träumen kann. Heute erreichte uns folgende Email:

Bitterwasser "Hallo Horst-Walter, viele Grüße aus Kapstadt. Wir sind gut angekommen. Es ist hier extrem windig. Ca. 50 km/h und in Spitzen noch mehr. Sonst ist es hier sehr schön und interessant. Auf dem Weg von Windhuk nach Kapstadt flogen in wir in ca. 10.000m Höhe in der B 737 genau über Bitterwasser. Wir konnten schon einen Vorgeschmack auf das Wetter bekommen. Die Bilder zeigen die Pfanne von Bitterwasser mit den darüber befindlichen wunderschönen Cumuli. Und das um Uhr 11:30 vormittags. Die schwarzen Flecken sind die Wolkenschatten. War das Wetter über Bitterwasser augenscheinlich schon sehr gut, so verbesserte es sich dramatisch Richtung Süden, wie die anderen Bilder zeigen. Wir sind schon ganz heiss auf die nächste Woche (HW: die erste Woche wird in Kapstadt Urlaub am Boden gemacht) . Viele Grüße an alle, Christa und Wolfgang." (die ersten 3 Bilder sind aus der 737, der Rest vom letzten Jahr.)

Diese "Pfanne" liegt auf ca. 1.000 Meter Höhe und hat einen Durchmesser von 3 Kilometern, wodurch man in jede beliebige Richtung starten kann. Außerdem ist genug Platz, um alle Flugzeuge nebeneinander aufzubauen und auch gleich aus dieser Position heraus zu starten! Wer sich die Gegend mal in Google-Earth ansehen möchte: 023°51'59.76" S, 17° 59'39.37" E. Wolfgang hat letztes Jahr mit 3.783 Punkten den Vereins-OLC vor Gerd Spiegelberg und Lutz-Volker Benner gewonnen, und legte 85% seiner 6.834 Jahres-Kilometer in Bitterwasser zurück (externes Browserfenster).

(Horst-Walter Schwager)

Weitere Meldungen der letzten 4 Jahre gibt's in unserem Archiv:

Copyright © 1997 - 2007
Bei Problemen mit dieser Website bitte Mail an: Webmaster@LSC-BadHomburg.de