Aktuelles 2008

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Fliegen im Winter

30. Dezember 2008

Ein schön stabiles Hochdruckgebiet und schon hatten wir am Sonntag einen Flugbetrieb, fast wie im Sommer. Hauptattraktion war natürlich unsere neue DA40, die Wolfgang aus Aschaffenburg geholt hatte und die er um genau 13:30 erstmals in Anspach/Ts. aufsetzte. Sofort scharte sich eine größere Zahl interessierter Motor- und Segelflieger um den neuen Vogel, der anschließend ausgiebig zu Einweisungsflügen genutzt wurde.

Genau 48 Jahre älter war die Piper Cup, in der Thomas Wienecke den Pressereferenten mit nach oben in die kalte Winterluft nahm. Mein allererster Flug war in so einer PA18 gewesen, im zarten Alter von 16 Jahren... Der erste Anruf nach der Landung galt der Redaktion des Usinger Anzeigers und so sahen heute morgen auch dessen Leser den Feldberg einmal von oben:

"Wie mit Puderzucker eingestäubt liegt der große Feldberg, mit 881,5 Metern höchste Erhebung des Rheinischen Schiefergebirges in der Wintersonne. Ein stabiles Hochdrucksysstem, genau über Deutschland, beschert uns seit Tagen die wunderbare Sonne - schmerzlich vermißt während der trüben November- und Dezembertage. Wie es sich gehört ist es dazu eiskalt - minus 5 Grad Celsius - was aber Wanderer, Radfahrer und auch Flieger nicht davon abhielt sich endlich wieder in der freien Natur zu bewegen.""

(Horst-Walter Schwager)


Nikolausfeier

12. Dezember 2008


Eine stimmungsvolle Nikolausfeier gab es am Sonntag im Clubheim für 14 Kinder im Alter von 3-12 Jahren.

Nach einer Wanderung erlebten sie zusammen mit ihrenm Eltern einen Nikolaus, der souverän in seine neue Rolle schlüpfte (Harro Schirmer). Gnädig verzichtete er darauf von seiner Rute Gebrauch zu machen und zwar für die Erwachsenen. Denn die wollen ja seine geliebte "Hotel Golf" verkaufen.
Wunderschön und liebevoll gemacht war die feierliche Dekoration, darunter kunstvoll gebundene Liednoten, so daß jeder nach Kräften mitsingen konnte.

Burkhard Müller hatte sich viel Mühe mit der Organisation des Abends, bei dem zeitweise 50 Personen dabei waren, gegeben. Geholfen haben Hartmut Sommer (Einkauf), Anna Hannes (Dekoration), Karl Echtermeier (Küche, Dekoration) und Carola Müller (Einkauf, Küche). Mehrere musikalische Darbietungen im Ensemble gab es auch. Anna Hannes konnte man an der Querflöte bewundern, Marie Hannes spielte sicher ihr Violoncello und Martin Henneke ebenfalls Violoncello. Dabei hat er erst seit kurzem Unterricht. Dazu sang vielstimmig und meistens im Takt der Chor des LSC Bad Homburg (Horst-Walter Schwager) und das ganz ohne Dirigent.

(Horst-Walter Schwager)


Fliegen im Herbst

18. November 2008


Der Herbst ist der Übergang vom Sommer zum Winter, von grünen zu fantastisch bunten Blättern an den Bäumen, von Eistee zu heißer Schokolade und der Übergang von Luftrennen durch die ganze Republik zum Basteln in der Werkstatt. Wie aber gestalten wir am Flugplatz diesen Übergang? Ganz klar: Wir fliegen! Wir sträuben uns, dem Winter das Feld zu überlassen.
Wir ringen ihm und seinen Komplizen, dem Nebel, dem Matsch und den kürzer werdenden Tagen eine Flugminute nach der anderen ab. Natürlich, über Land geht es jetzt nur noch mit Motor, doch so manch ein fliegerisches Schmankerl bietet sich auch in direkter Umgebung zu unserem Flugplatz.

So war es auch am Samstag den 11.Oktober. Eine beachtliche Menge Flugwilliger starrt um 9:00 Uhr in den Nebel der, wie Wasser in einer Pfütze, in unserem Tal liegt. Bei reichlich Kaffee referiert Gerd darüber wie diese Luftmasse im Tagesverlauf über die Höhenlagen des Taunus nach oben hin abtropfen wird.
Gegen halb zwölf ist es dann soweit, bei einer Wolkenbasis in 150m, rings um „unser“ blaues Loch, beginnt der Flugbetrieb an der Winde. Es dauert eine Weile bis ich mich dazu entschließe eine Runde mit der Ka-8 (17) zu fliegen. Ein ereignisloser Flug, bis auf ein Detail: Ich bin über den Wolken und kann über den Taunus sehen, dass das ganze Rhein-Main Gebiet noch immer im Nebel versinkt. Doch lange hält dieses Gefühl nicht an. Ich lande auf der 24 Kurz, und der nächste in der Reihenfolge ist dran mit fliegen. Nach einiger Zeit steht die 17 wieder vor mir, und es ist sonst keiner da der sie fliegen könnte/wollte also klettere ich wieder in dieses Flugzeug. In diese eigenartige Vertrautheit von Höhe, Geschwindigkeit und Konzentration über die schon viele Leute geschrieben haben. Der Windenstart bringt mich auf 480m, leichtes Steigen nach dem Ausklinken, ich kreise linksrum ein und der kräftige Wind versetzt mich bis über den Kellerhof. Ich höre wie Gerd im Funk etwas von Steigen erzählt, und frage mich wo er das denn gefunden haben will als ich ihn mit der K13 (0645) über dem Köpperner Tal sehe. Er ist etwas tiefer als ich, fliegt aber weiter in Richtung Osten, weg vom sicheren Platz in geschätzten 400m. „Das will ich mir doch mal aus der Nähe ansehen“, schießt es mir durch den Kopf. Nach einer Überprüfung meiner Position und Höhe beschließe ich das „mysteriöse“ Steigen zu testen und bevor ich den Punkt erreiche an dem ich umkehren wollte, falls mein Plan nicht funktioniert hätte, habe ich komfortable 1-1,5m/s Steigen. Das Steigen bleibt und ich fliege mit Gerd in einer Welle die uns über 650m hinaus trägt. Da unten sitzen jetzt eine Million Leute im herbstlichen Nebel; und wir?

Wir fliegen! – Was für ein Genuss. Im Laufe des Nachmittags hatten noch einige Piloten die Gelegenheit diese Welle mit Gerd zu erfliegen, doch der Herbst forderte seinen Tribut in Form des viel zu frühen Sonnenunterganges.

Kurz bevor ich an diesem Abend einschlafe, ist da dieser Augenblick den wir wohl alle kennen: Vor mir öffnet sich noch einmal der Blick über den Nebel, in die Sonne und den blauen Himmel. Für einen Winzigen Moment höre ich das Rauschen des Fahrwindes, spüre die Bewegung des Flugzeuges und fange unwillkürlich an zu grinsen: Ich bin geflogen!

(Konstantin Kraft)


KW17 in Babenhausen

1. Oktober 2008


"Weg vom Grün", "weg vom Grün", "weg vom Grün", "weg vom Grün" - wie ein Mantra wiederholt Steffen, mein Fluglehrer, dieses Kommando laut und deutlich vom hinteren Sitz aus. Das "Grün", das ist die Erde. Und "weg vom Grün" heißt: drücken, deutlich drücken, noch deutlicher drücken. Endlich nimmt die Fahrt ab, ich sehe wieder den Himmel. Ein kurzer Blick auf den Fahrtmesser zeigt beruhigende 120km/h. Mein Hintern hat keinen Kontakt mehr zur Sitzschale. Wir sind im Rückenflug.

Aber der Reihe nach: Der Gedanke an einen Segelkunstfluglehrgang beschäftigt mich schon seit zwei Jahren. Ich will sicherer fliegen, das Flugzeug in Grenzsituationen beherrschen. Ich will wissen, wie es sich anfühlt, wenn die Strömung weg ist, und was man dagegen unternimmt. Ich ernte skeptische Blicke, als ich die Idee zu Hause vorstelle. Und so richtig aufraffen kann ich mich auch nicht. Sollte ich meine ohnehin knappe Zeit nicht besser mit Streckenfliegen verbringen? So vergehen die Monate, der Gedanke gärt weiter.
Weihnachten 2007 dann der Knaller: Meine Frau schenkt mir eine Woche Kunstfluglehrgang. KW17, Babenhausen, Anmeldung bereits erledigt. Ich bin sprachlos, so kann man sich irren. Danke, Siggi.

Zur Vorfreude gesellt sich nach und nach etwas Nervosität. Noch nie vor dem Lehrgang ergab sich für mich eine Möglichkeit, im Segelkunstflug mitzufliegen. Das letzte Mal getrudelt bin ich kurz vor der PPL-C-Prüfung. Und die zwei oder drei Strömungsabrisse, die beim Kurbeln mit der LS4 bisher eingetreten sind, sorgten für gehörige Adrenalinschübe.

Montag, 21. April - erster Tag: Statt der von mir erwarteten theoretischen Einweisung geht's gleich in den Flieger. Über 7 Monate habe ich nicht mehr in einem Segelflugzeug gesessen. Noch nie bin ich ASK21 geflogen. Der F-Schlepp klappt trotzdem ganz passabel. Steffen übernimmt nach Erreichen der Sicherheitshöhe die Ruder, damit ich mir die Gegend einprägen kann. Die Bahn, Schneisen im Wald, ein Fabrikschlot im Osten. Über dem Platz ist die nördliche Box, erklärt Steffen. Die Box, das ist der imaginäre Kasten, in dem der Kunstflieger sich zu bewegen hat. Über dem Wald ist die südliche Box. Aber wo sind die Grenzen dieser Box? Ich schaue und schaue - und kann es mir einfach nicht vorstellen.

Oben angekommen dreht Steffen die 21 erst mal ganz locker auf den Rücken, mit einem halben Loop. Uih, so schnell geht das. "Entspann' dich, häng' dich in die Gurte und schau' dir das Horizontbild an", meint Steffen. Ein Glück, die Gurte halten, ich schaue mir Erde und Himmel an, aber wo bleibt die Entspannung ... ? Eine halbe Rolle, wir sind wieder in Normalfluglage. Puh.

Jetzt bin ich dran. Deutlich drücken und einen Punkt am Boden fixieren. Fahrt aufholen, 200km/h. Flugzeug kurz in Horizontalfluglage bringen, Flächen gerade, Fahrt halten. Deutlich ziehen, 4g drücken mich in den Sitz. Höhenruder neutral, sobald die Erde wieder sichtbar ist. Wir sind auf dem Rücken. Upps, viel zu schnell, 170km/h auf dem Stau. Wie war das doch gleich: "Weg vom Grün ...". Es wird ruhiger, 120km/h. Langsam ziehen, wir werden schneller, deutlich ziehen, Normalfluglage, stabilisieren.

Das zweite Mal klappt es schon deutlich besser. Wir blieben länger auf dem Rücken. Ein klein wenig Genuss macht sich breit. Als ob es Steffen gemerkt hätte, schlägt er vor, einen Viertelkreis zu fliegen. Doch wie sage ich das nun dem Flugzeug? Seitenruder und Querruder gegensinnig, total ungewohnt. Und dabei durch Drücken die Fahrt halten. Irgendwie verändert der Flieger seine Richtung, aber mit einem Viertelkreis hat das wirklich nichts zu tun. Einmal durchziehen, Normalfluglage, alles ist wieder gut.

Nach vier Starts am ersten Tag bin ich ziemlich platt.

Dienstag, 22. April - zweiter Tag: Auf der Autofahrt nach Babenhausen beginnt es zu regen. So haben wir den ganzen Vormittag Zeit für Theorie. Irgendwann ist alles gesagt, doch es regnet immer noch. Um 15:30 UTC, also abends um halb 6 lokal, kommt das Kommando zum Ausräumen - es nieselt nur noch. Kurz vor 6 erfolgt mein erster Start, der dritte um kurz vor 8 Uhr abends. Gnadenlos, diese Babenhäuser.

Frustriert fahre ich nach Hause. Nichts hat geklappt. Ruder gegensinnig bewegen, wie abartig. Seitenruder ist tabu bei der Rolle, zumindest für die Anfänger. Keinerlei Querruder beim Turn. Drücken im Rückenflug bei der Rolle, aber nicht drücken in der Messerfluglage. Wie soll sich das jemals ein Mensch alles merken?

Mittwoch, 23. April - dritter Tag: Ein merkwürdiger Anblick. Piloten, die am Boden mit beiden Händen Figuren in die Luft schreiben, sich beugen und drehen und dabei kurz auf einen Zettel und dann wieder ins Leere schauen. Mentale Vorbereitung. Ich beginne ebenfalls mit ersten zaghaften Übungen. Die Figuren prägen sich so wirklich besser ein. Am Boden klappt alles prima. Aber in der Luft herrscht wieder der gleiche Frust wie am Vortag.

Donnerstag, 24. April - vierter Tag: Heute will ich es wissen. Erstmals gelingt es, die Ruder völlig unabhängig von einander zu bedienen. Und siehe da, die Figuren klappen ganz leidlich. Manfred, mein zweiter Fluglehrer, fliegt mir einen Turn vor. Herrlich, im Scheitelpunkt nahezu schwerelos und lautlos um die Hochachse zu drehen. Meine Versuche sehen etwas anders aus. Das Flugzeug kippt nach vorne, beim nächsten Mal irgendwie auf die Seite, sackt nach hinten durch oder fällt auf den Rücken. Vor wenigen Tagen noch hätte mir dieses unkontrollierte Herumpurzeln den Angstschweiß auf die Stirn getrieben. Doch jetzt beobachte ich, fühle genau, welchen Fehler ich gemacht habe und von Mal zu Mal werden die Turns besser. Keine Spur mehr von Angst oder Unbehagen. Ich habe das Flugzeug im Griff, weiß wie es reagiert, wie ich es abfangen kann und bin jederzeit Herr der Lage - wenn auch (noch) nicht Herr der Figuren. Mein persönliches Lehrgangsziel ist damit bereits heute erreicht.

Freitag, 25. April - fünfter Tag und Prüfungstag: Wir beginnen früh. Um 09:30 lokal sind wir in der Luft. Mit Manfred fliege ich das komplette Prüfungsprogramm. Die Kommentare vom hinteren Sitz werden weniger, an den Knüppel fasst er schon seit einigen Tagen nicht mehr. Einige meiner Schüler-Kameraden sind bereits gestern alleine geflogen. Mir steht das heute Vormittag bevor. Wo bleibt die Nervosität vor dem ersten Alleinflug? Keine Spur, ich fühle mich sicher. Ich fliege das erste komplette Prüfungsprogramm solo, zumindest fast komplett. Denn die Höhe reicht nicht für den letzten Turn. Aha, man muss das also noch sauberer fliegen. Etwa zur gleichen Zeit schwebt der Prüfer ein. Ich bin der vierte in der Reihe. Alle drei Prüflinge mussten Figuren nachfliegen, zwei sogar einen zweiten Start machen. Mir ergeht es nicht anders. Meine Problemfigur, der Turn links, will einfach nicht klappen. Also noch mal starten, Turn rechts, Turn links. Bingo, der war super. Mir ist klar, dass damit die Prüfung bestanden ist. Steffen, mein Fluglehrer am Boden, sieht das genauso. Über Funk kommt das Kommando, einen weiteren Turn rechts zu fliegen. Und noch einen Turn links. Jetzt ist die Höhe verbraucht. Die letzten Turns waren reine Spaß-Turns, einer schöner als der andere.

Wieder am Boden machen sich Erleichterung, Freude und Entspannung breit. Der Prüfer gratuliert, die Fluglehrer gratulieren, die Kameradinnen und Kameraden gratulieren. Ein tolles Gefühl, die Prüfung geschafft zu haben.

Freitag, 25. April - Abschlussabend: Die Abschlussfeier beginnt mit einer Ansprache und der anschließenden "Taufe" der Prüflinge. Die bestandene Prüfung wird zelebriert wie der erste Alleinflug in der Schulung: Alle Anwesenden dürfen dem Novizen den Hintern versohlen - während dieser im kopfüber im Handstand steht.

Mit einigen Monaten zeitlichem Abstand merke ich, dass sich noch mehr Dinge eingeprägt haben: - die perfekte, professionelle Organisation des Flugbetriebs - die hochpräzisen F-Schlepps mit exakten Ausklinkhöhen und punktgenauen Ausklinkorten - die Geselligkeit und Hilfsbereitschaft der Lehrgangsteilnehmer Großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, Schlepppiloten, Fluglehrer und Helfer.

Die KW17 in Babenhausen war hochgradig spannend und eine unersetzliche Bereicherung meiner Fliegerei. Wenn wir doch nur eine ASK21 in Anspach hätten, mit der das Erlernte gefestigt werden könnte.

(Stefan Schaar)


Zwei Tage und 103 Sekunden

1. Oktober 2008


"Haltemannschaft fertig? - FERTIG - Zugmannschaften fertig? - FERTIG - Los! Letzes Wochende hatte ich das Vergügen auf Einladung der Kollegen vom FSVOR aus Reinheim am "Fluglager SG 38" teilnehmen zu dürfen. Auf der Wasserkuppe, dem Mekka aller Segelflieger, wo dieser Sport in den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden wurde. Und auf historischem Gerät, einem Schulgleiter 38, der - 1938 entwickelt - nach dem Krieg anfang der 50-er Jahre vom Oldtimer Segelflugclub nachgebaut wurde. Und wie die Vorväter schwangen wir uns per Gummiseilstart in die Luft und maßen die Flugzeit nicht in Stunden, sondern Sekunden!

Ein wahrer Zeitsprung also, nur daß wir statt eines Ochsenkarrens einen Traktor benutzten konnten, um den Vogel wieder den Hang herauf zu ziehen. Dennoch ein äußerst mühsames Verfahren - eine Startmannschaft von 18 Leuten ist Minimum und schafft maximal 3 Starts pro Stunde, machmal auch nur zwei, wenn der lange Südhang ging! War man endlich an der Reihe, durfte man sich also auf mindestens sechs Stunden Wartezeit bis zum nächsten Start einrichten. Wobei warten nicht etwa gemütliches herumsitzen auf der Bank bedeutet...denn:

V-förmig wird das Gummiseil vor der SG 38 ausgezogen, 5-6 Leute postieren sich an den beiden Seilenden, die zunächst gehen, dann auf Kommando laufen müssen, was Beine und Lungen hergeben. In die wachsende Seispannung hinein und auch nach dem Los-Kommando noch weiter, weiter. Denn man möchte doch dem Kollegen soviel Schwung mitgeben, wie möglich. Ein Wunder, daß sich dabei keiner während der 30 Starts, die wir am Tag schaffen, einen Knöchel verstaucht hat. Denn es geht auf buckligem Grasboden flott bergab und die Kunst ist, den Moment nicht zu verpassen, wo der (gegen)Zug des Seiles beim abfallen schlagartig nachläßt...danach tigert man den halben Hang wieder hinauf und trägt das wertvolle Gummiseil sorgsam auf den Schultern, damit es nicht auf dem Boden schleift. Oben bilden 3-4 Mann im Boden verkeilt die Haltemannschaft, die am Schwanz mit zwei Seilen den Flieger bis zum erlösenden Kommando unter Kontrolle hält: LOS! Drei Leute fahren den Trecker, denn die SG 38 muß am Landeort auf einen Transportwagen gehoben und verriegelt werden, was nur zu viert geht. Ehrensache, daß der Pilot an der Fläche den ganzen Hang hinauf stapft und das dauet dann Faktor zwanzig mal so lange, wie der vorherige Gleitflug.

Was für eine Mühe - und was für ein Flugerlebnis!! Fluglehrer Martin gibt dem Novizen am Start noch letzte Anweisungen, wie deutlichem Nachdrücken nach dem Start, die Flugrichtung einzuhalten, der Warnung vor dem trägem Umsetzen von Steuereingaben: "Einfach warten, er reagiert irgendwann". Das kann ja heiter werden...man sieht die Kameraden laufen, sieht, wie sich das Gummiseil länger und länger spannt und fühlt sich ein bißchen, wie Münchhausen auf seiner Kanonenkugel. LOS! Der Anzug ist fast so stark, wie beim Windenstart, fällt aber schnell ab, bis sich das Seil bald vom Flieger löst. Hui, in dem Moment steigt er aber wirklich mächtig nach (Seilgewicht des schweren Gummies weg): drücken! Was dann folgt, ist ein freier Ritt über die Landschaft. Fast wie die Hexe auf auf ihrem Besenstiel und die vielleicht 10 bis 15 Meter kommen mir unglaublich hoch vor. Fluginstrumente gibts einfachheitshalber garkeine, der Rest ist Fahrtgeräusch und Gefühl. Viel, viel länger, als die 30 und 23 Sekunden der ersten beiden Starts scheint der Hüpfer zu dauern, bis die Wiese kommt. Richtig abfangen ist nicht, der Gleit- oder besser gesagt Plumpswinkel (*) fordert seinen Tribut und die Kufe senkt sich weit vor dem erdachten Aufsetzpunkt ins Gras. Geräuschvoll fällt die SG 38 in die rechte Fläche und man blickt den Hang zurück nach oben: war doch ganz schön weit und von hoch oben herunter gekommen.

Der Wind dreht von Süd auf Ost und wir müssen mehrfach den Start umbauen. Am Sonntag habe ich großes Glück und kann bei dem einen Start den ganzen, langen Südhang herunter segeln - 50 Sekunden!!. Und das war dann ein richtiger *Flug* - laaang, und Zeit sich auch einmal umzuschauen. Wunderschön rauscht und pfeift der Fahrtwind in der Konstruktion, der Vogel reagiert doch auf den Steuerknüppel beziehungsweise macht was ich will, und dieses gänzlich freie, losgelöste segeln durch die warme Luft genieße ich unheimlich. Da möchte man die Zeit anhalten...

Da ich vorzeitig abreisen mußte, habe ich versprochen das Typenbier mit Euch zu teilen, wozu Ihr nächstes Wochende herzlich eingeladen seid :-)
(*) Gleitzahl 10 - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/SG_38

(Horst-Walter Schwager)


Neue Scheininhaber

1. Oktober 2008


Pünktlich zum Saisonende haben es 2 Piloten dann doch noch geschafft und können mit Luftfahrerschein in die nächste Saison starten.
Ralph Medler beschreibt uns seine noch frischen Erinnerungen an die erfolgreiche PPL-A TMG Prüfung hier.

Die PPL-C Prüfung unserer nun jüngsten Schein Pilotin Anna Hannes beschreibt Ihr stolzer Papa Uwe in einem reichlich bebilderten Bericht

(Daniel Hanner)


Serres 2008

10. September 2008


Ein tolle Woche mit atemberaubenden Eindrücken verbrachte auch dieses Jahr wieder eine kleine Gruppe des LSC in Serres (Frankreich).

Da Bilder bekanntlich oft mehr sagen als 1000 Worte haben wir euch die besten davon zusammengestellt.







(Daniel Hanner)


Taunus-Flugfest 2008

26. August 2008


Ein Riesenerfolg war unser 19. "Taunus-Flugfest für die ganze Familie".
Trotz etwas durchwachsenem Wetters am Samstag, dafür aber bestem Sommerwetter am Sonntag hatten wir einen enormen Zuschauerzuspruch, den Ihr 145 (!!) Helfer bestens bewältigt habt.
Dafür mein ganz herzlicher Dank an Euch alle, auch die Nichtmitglieder, die so zahlreich mitgeholfen haben. Ich bin stolz darauf, daß wir so eine Mannschaft sind!

Der Termin für die Helferparty steht noch nicht fest - es wird dieses Jahr im Clubheim stattfinden.
Steffen hat noch am Sonntag einen schönen Livebericht im neuen Format auf unsere Homepage gestellt - eine ausführliche Sammlung der Photos folgt nach Sichtung in den nächsten Wochen. Als Photographen waren unter anderen Bernd Maier, Günter Kramer, Steffen Losch, Joachim Hanner und Harald Pusch unterwegs.

Als Appetitanreger ein paar ihrer Aufnahmen hier schon vorab.

Selbst im Rundfunk wurde über unser Fest berichtet. Den Bericht als mp3 gibts hier.

(Horst-Walter Schwager)


Burkhard auf den NRW-Landesmeisterschaften

20. August 2008


Burkhard Müller hat einen interessanten Bericht über seine Teilnahme an den NRW-Landesmeisterschaften im Streckensegelflug geschrieben, bei denen er ausgezeichnet abgeschnitten hat (3.Platz und DM-Qualifikation 2009). Das sind seine persönlichen Erfahrungen (und kein objektiver Wettbewerbsbericht) deren Schilderung deswegen interessant und spannend ist, weil sie die Hochs UND Tiefs dieser Flüge beschreibt. Gute Entscheidungen und Fehlentscheidungen dicht beieinander, Belohnung desjenigen, der nicht aufgibt. Zur Nachahmung empfohlen. Zum Bericht

(Horst-Walter Schwager)


Anna fliegt Ihre 50 km

12. August 2008


Am gleichen Tag gab es noch ein anderes Ereignis, welches sich ebenfalls gut im Funk verfolgen ließ, zu feiern. Anna Hannes flog auf K8 (17) ihre 50 Kilometer! Bei recht starkem Westwind ließ sie sich im zweiten Versuch zum Feldberg schleppen und flog dann zusammen mit Papa Uwe Hannes (DG 400) nach Gedern, von dort wieder nach Westen bis zum Flugplatz Nidda. 86 Kilometer und 108 OLC-Punkte waren die Ausbeute ihres ersten Streckenfluges. Nachdem Anna einige Tage zuvor auch ihre theoretische Prüfung bestanden hatte, können wir beim LSC bald eine weitere Luftfahrerscheinprüfung feiern.

(Horst-Walter Schwager)


Erster Anspacher Gummiadler Cup

12. August 2008


Wie so oft bauten letzten Samstag die "Plastikflieger" ihre Geräte auf, noch ohne einen genauen Plan zu haben, wo es denn hin gehen sollte.
Da ergriff Christoph Nacke die Initiative und erschuf den ersten "Anspach Gummiadler-Cup". Alle 11 Piloten waren sofort einverstanden mitzumachen und so gab es, wie bei einem richtigen Wettbewerb ein Briefing und abends das De-Briefing mit Siegerehrung!

Ausgeschrieben war zunächst das Viereck Anspach-Mönchsheide-Gießen/Reiskirchen-Butzbach-Anspach (271 Km) mit gemeinsamem Regattastart an der Abfluglinie zur festgelegten Uhrzeit.

Beim warten auf einen günstigen Startzeitpunkt entschied sich Christoph dann aber wegen der unsicheren Wetterlage und starkem Westwind für Elz als ersten Wendepunkt, so daß sich die Strecke auf gut fliegbare 161 Km verkürzte. Als alle in der Luft und hoch genug waren, gab Christoph um 1250 UTC den Start frei und los ging's über die Linie in 1.350 Metern MSL. Leider waren nur die Segelflugsektoren Taunus West und Ost bis FL65 offen, so daß man die Thermik (Basis bis zu 1.700 Meter) zunächst nicht ganz ausfliegen konnte. Auf der "Wettbewerbsfrequenz" 122,575 MHz gab es viel Kommunikation und so manchen Tip. Ergebnis:
  • 1. Peter Eberhardt - Schnitt 85,9 Km/h
  • 2. Christoph Nacke - 80,2
  • 3. Volker Mahnke (DOC)+ Gonzo (NA) - 71,1
  • 4. Sigrid+Stefan Schaar (DG1000T) - 70,1
  • 5. Daniel Hanner(WT)+ Peter Scholz(37) - 69,1
  • 6. Horst-Walter Schwager (JO) - 66,9

    • Burkhard Müller (27), Said Kutschekmanesch (VV) und Walter Smutny flogen Teile der Wettbewerbsstrecke, wobei Said und Walter so etwas zum ersten Mal machten und dabei sicher interessante Erfahrungen sammeln konnten.

      (Horst-Walter Schwager)


      LSC-ler bei zentralen Wettbewerben erfolgreich

      12. August 2008


      Neben dem ganzjährig laufenden, dezentralen Online-Contest (OLC) waren unsere Segelflugsportler auch bei zahlreichen zentralen Wettbewerben vertreten und dort recht erfolgreich. Zentrale Wettbewerbe haben die Vorteile des direkten Leistungsvergleiches mit anderen guten Piloten und das fliegen nach vorgegebener Aufgabenstellung.
      Gerade Letzteres führt zu wesentlich größeren Lernerfolgen, als wenn man für sich alleine, mehr oder weniger ziellos, oder lediglich nach momentaner Eingebung in der Gegend herumfliegt und sich nur nach der besten "Optik" (oder der eigenen Bequemlichkeit) richtet. Schnell stellt man nämlich fest, daß große Strecken selbst bei Wetterlagen fliegbar sind, bei denen man sich zu Hause nicht mal aus der Platzrunde getraut hätte. Sehr schön ist aber auch die Camp-Atmosphäre, die sich beim tagelangen Zusammensein mit den Fliegerkollegen bald einstellt.

      An dieser Stelle wurde schon über die Wettbewerbe in Hockenheim (Gerd Spiegelberg 1. und für die DM 2009 qualifiziert), Marburg (8 Teilnehmer vom LSC dabei!), sowie dem Salzmann-Cup (Segelkunstflug, Frank Kleinwächter 1.) berichtet. Stenogrammartig - uns liegen bisher keine Berichte vor - heute die Ergebnisse von 8 weiteren Veranstaltungen der laufenden Saison:

      Hohenloher Vergleichsfliegen

      Christoph Nacke gewann überlegen die Clubklasse auf LS1-d, im Vereins-Duo kamen Nico Baum/Daniel Hanner auf einen sehr guten 5.Platz (von 19 Teilnehmern).

      Klix

      Die beiden Kläuse Mangels und Voigt erreichten bei den "Langohren" während 5 Wertungstagen von 30 Teilnehmern auf LS8-18 den 20.Platz.

      NRW-Landesmeisterschaft

      Nach längerer Zeit fuhr Burkhard Müller wieder zu einem zentralen Wettbewerb ("mal sehen, ob ich das noch kann") und erreichte mit seiner neuen ASW 27 bei den NRW-Landesmeisterschaften in Aachen-Merzbrück in der Rennklasse einen ausgezeichneten 3.Platz. Damit hat er sich für die Deutschen Meisterschaften 2009 qualifiziert.

      Landau

      Dies gelang auch unserem Segelflugreferenten Peter Eberhardt auf seinem Ventus (ebenfalls Rennklasse). Mit einem 10. Paltz (von 20) darf auch er zur DM 2009, deren Austragungsort noch nicht fest steht, fahren.

      Wasserkuppe

      Dort fand in der Clubklasse ebenfalls ein Wettbewerb zur Qualifikation zur DM 2009 statt. Der mehrfache DM-Teilnehmer (und Junioren-Weltmeister 2005) Christoph Nacke erflog sich dort einen ausgezeichneten 4.Platz (33 Teilnehmer) und ist damit 2009 wieder dabei. Damit fahren nächstes Jahr mit Gerd, Burkhard, Peter und Christoph gleich 4 Sportler des LSC zur Deutschen Meisterschaft!

      Reinheim

      Im schönen Odenwald fand ein kleiner Streckenflugwettbewerb der Flugsportvereinigung Offenbach&Reinheim in Reinheim statt. Trotz enormer Schwüle und vielen Gewittern konnte an 5 von 7 Tagen geflogen werden, mit Odenwald, Bergstraße und südlichem Rheintal als Wettbewerbsraum. Dabei kam Horst-Walter mit seiner DG101G auf den zweiten Platz (15 Teilnehmer).

      Thüringen Meisterschaft

      Vizemeister auf dem Duo Discus wurde beim Carl-Zeiss Jena in der allgemeinen Klasse (Index >108) Klaus Voigt (12 Teilnehmer)!

      Vinon

      Schon oft war Gerd Spiegelberg bei diesem Traditionswettbewerb in den französischen Seealpen dabei. Traditionell war auch das gute Wetter, so daß an 9 (!) von 10 Tagen geflogen wurde. Nur der französische Meister Francis Svobodny war besser als Gerd, der auf seiner Antares 18T einen ausgezeichneten 2.Platz (von 13) belegte.

      (Horst-Walter Schwager)


      Marburg Open 2008

      23. Juni 2008

      Fliegen mit der Kraft der Sonne – das ist segelfliegen. Sieben Sportler des Luftsportclub Bad Homburg (LSC) nahmen erfolgreich an den „Marburg Open“ teil – einem Streckensegelflugwettbewerb über acht Tage.

      Hier findet Ihr die Pressemitteilung und einen Bericht von Horst-Walter

      (Daniel Hanner)


      Der längste Tag

      21. Juni 2008

      Ein voller Erfolg wurde das Mittsommerfliegen am 21.Juni.
      Letztes Jahr waren wir ja beim AeC Bad Nauheim, den "Obermörlenern", zu Gast gewesen, um am längsten Tag des Jahres so viele Starts, wie möglich zu machen. Das hatte uns damals so gut gefallen, daß wir das diesesmal in Anspach/Ts. veranstalten wollten und dazu die anderen vier Taunusvereine eingeladen.

      Die meisten Gäste kamen aus Obermörlen, dazu drei Leute aus Riedelbach. Organisator Philipp Goslar hatte alles perfekt vorbereitet, unter anderem drei Schichten für den Kantinendienst, der an diesem Samstag sehr viel zu tun hatte. Schon vor dem "Sunrise" starteten im Verband unsere beiden mit Positionslichtern ausgerüsteten Schleppflugzeuge und die Dimona.

      Um 05:05 Uhr ging damit Wolfgang Joschko, Gerd Reuter und Uwe Hannes in die Luft - weitere 243 Starts (!!) sollten bis zum "sunset" um 21:40 noch folgen, wohl ein absoluter Rekord auf unserem Platz. Genau zum Sonnenaufgang führte Engelbert Hörl als Erster die K13 "90" mit einem Gast in die Luft. 31 Flugzeuge - 39 Piloten - 7 Fluglehrer sind die weiteren Daten dieses Rekordtages. Noch wichtiger war für uns aber, daß die Gäste sich wohl gefühlt haben, eine prima Stimmung herrschte und und mit der Hilfe von Andrea Seifert, Ekke Uhr und Said Kutschekmanesch im Turm der Flugbetrieb sicher abgewickelt wurde. Großen Spaß hatten unsere Gäste übrigens an K13, K8 und speziell der offenen K8! Das war für einige ein ganz neues Fluggefühl, denn der AeC Bad Nauheim hat seit einigen jahren keine Holzflugzeuge mehr im Einsatz und so kennen einige Jüngere nur noch Kunststoff.

      (Horst-Walter Schwager)


      Der Berg ruft im Gailtal

      10. Juni 2008

      In der letzten Maiwoche war es endlich so weit: Nach den guten Erfahrungen der letzten beiden Jahre und nach den Versprechungen meines Onkels ("im Mai ist die Thermik noch so gut, da fliegen auch Klaviere!") wollte ich mir einmal Alpensegelflug zu richtig guten Bedingungen gönnen, und nicht "nur" die Thermikreste am Jahresende einsammeln (die aber trotz allem immer beachtlich gut gewesen waren).

      Eigentlich ging die Initiative allerdings von Said aus, der – angespornt von meinen Berichten – endlich auch einmal Alpenluft schnuppern wollte. Gesagt, getan – ein Termin war schnell gefunden, dank familiärer Beziehungen zu den Fliegern in Nötsch über besagten Onkel meinerseits war auch ein Hängerstellplatz problemlos verfügbar, und auch der Überlassung der "WT" für diese Woche stand vereinsseitig nichts entgegen. So packten Said und ich unsere Flieger am Samstag, dem 24. Mai in die Hänger, spannten an und machten uns auf den knapp 800km langen Weg nach Süden ins schöne Gailtal in Österreich, direkt an der slowenisch/italienischen Grenze.
      Hier ist unser Bericht.

      (Björn Schwenzer)


      Salzmann-Cup

      7. Juni 2008

      Vom 22.-25. Mai 2008 fand auf dem Hornberg (Schwäbisch-Gmünd) der Salzmann-Cup statt.
      Für die nicht-Kunstflieger: der Salzmann-Cup ist ein Kunstflug-Wettbewerb, der im Jahre 2000 von Michael Zistler auf dem Flugplatz Nagold ins leben gerufen wurde. Es ist ein Vereinspokal, der jedes Jahr an dem Wochenende um Fronleichnam auf einem anderen Flugplatz stattfindet und als Ziel die Verbreitung des Kunstfluges in die Breite der Vereine verfolgt. Er wird in drei Klassen ausgeflogen: der Einsteigerklasse, der Aufsteigerklasse und der Meisterklasse.

      Obwohl bei der ganzen Veranstaltung der Spaß und die Freude am Kunstfliegen an erster Stelle steht, ist durch eine hochklassige Besetzung der Teilnehmerliste (unter anderem einige Piloten aus der Nationalmannschaft) für hochklassigen Sport gesorgt.
      Vom LSC war Frank Kleinwächter mit seinem Fox dabei, der nach Kunstflugberechtigung und Bronzenen Leistungsabzeichen letztes Jahr in Babenhausen sein Silbernernes Leistungsabzeichen erflog. Und gleich bei seinem allerersten Wettbewerb landete Frank jetzt nicht nur auf dem Treppchen, sondern gewann die Einsteigerklasse souverän mit 60 Punkten Vorsprung!

      Frank hat über den Cup einen Bericht geschrieben. Diesen findet Ihr hier

      (Horst-Walter Schwager)


      Südfrankreich im April

      7. Juni 2008

      Wie bereits letztes Jahr zog es meinen Vater und mich im Frühjahr nach Serres. Gebucht hatten wir die ersten beiden Aprilwochen. Das Wetter sah sehr viel versprechend aus und während der Fahrt Richtung Süden genossen wir schon mal das tolle Bergpanorama durch die Schweiz und Frankreich.
      Nach dem Bezug des Chalets und der Anmeldung bei Anne-Cecile bauten wir noch am Nachmittag unseren Flieger auf um am nächsten Tag zeitig los zu kommen.

      Der Wettergott meinte es gut mit uns und so hatten wir die ersten Tage einen Mix aus Süd- dann West- und schließlich Nordwind der immer ausreichte um interessante Wellenflüge auf die maximal erlaubte Flugfläche 195 zu unternehmen.
      Am Flugplatz lernten wir noch Claus-Dieter Zink kennen, bekannt für seine einzigartigen Luftaufnahmen und den Fotokalender Segelfliegen.

      Nach einem durchaus anstrengenden Flug mit ihm entstanden knapp 2000 Bilder wovon ca. 20 wirklich klasse Bilder übrig geblieben sind. Für die zweite Woche hatten wir geplant hinter Klaus Ohlmann zu fliegen und dann auch mal einen Flug mit ihm in seiner Stemme zu unternehmen. Wir waren eine harmonische Gruppe von drei Fliegern und das gute Wetter ermöglichte es in diesem Jahr, im Gegensatz zum letzten, bis hinter Puimoisson und tief ins Verdontal zu fliegen.
      Es ist wirklich faszinierend welche Flüge in Südfrankreich möglich sind: im Hangwind knapp unter oder über dem Grat entlang, dann den Parcour ohne Kreis entlang um am Tete D’Amont in die Welle einzusteigen und in dieser bis kurz vor Sonnenuntergang weiterzufliegen.

      Nach einem sehr interessanten Flug mit Klaus am nächsten Tag drehte sich das Wetter und die riesigen Tiefs in der Gegend trafen auch uns. Leider war ab Dienstag nicht mehr an fliegen zu denken und so reisten wir am Donnerstag ab. Das Resümee ist durchaus gelungen mit etlichen tollen Flügen in dieser einzugartigen Landschaft.

      Ich freue mich aufs schon aufs nächste Jahr.

      (Patrick Weiss)


      B-Prüfungen und Luftfahrerschein

      7. Juni 2008

      Am vergangenen Wochenende gab es wieder einige Erfolge in der Ausbildung der Nachwuchsluftfahrer zu verzeichnen.
      Bettina Münch und Lukas Harbig flogen erfolgreich Ihre B-Prüfung und haben damit einen weiteren Schritt zur Segelfluglizenz gemacht.
      Daniel Hanner konnte am Samstag einen PPL-C Prüfer von seinen Fähigkeiten überzeugen und beendete seine Scheinprüfung mit Erfolg.


      Wir wünschen allen weiterhin schöne Flüge und viel Erfolg.

      (Horst-Walter Schwager)


      Ehrung Ernst Schwarz

      14. Mai 2008

      In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 30. April haben wir auch Ernst Schwarz für seine Verdienste um den LSC geehrt.

      Ernst hat 2008 sein Medical nicht mehr verlängert und hört freiwillig auf, bevor sich Defizite einschleichen können - ein vorbildliches Verhalten für uns alle, wie ich finde!


      56 Jahre Segelflug hat er erlebt - das ist fast die Hälfte der gesamten Fluggeschichte seit Otto Lilienthal (1896).
      Am 13.April 1952 machte er seinen ersten Gummiseilstart und trat im Frühjahr 1980 zur Hauptversammlung in den LSC ein. Beim HLB war er 14 (!) Jahre lang Landessegelflugreferent. Dabei förderte er den Leistungssegelflug auch mit Haushaltsmittlen, kümmerte sich um Landesmannschaft und Nachwuchs und hat den Frauenkader durch gezielte Traingsmaßnahmen auf Bundesebene nach vorne gebracht. Diese Leistungen erregten auch beim Dachverband Aufmerksamkeit und so kam er auch in den Vorstand der DAeC Segelflugkommission (in der konstituierenden Sitzung). Beim seinem Ausscheiden erhielt Ernst die Silberne Ehrennadel des DAeC und vor zwei Jahren die Goldene Ehrennadel des HLB (die höchst mögliche Auszeichnung). Diese ganze externe Arbeit, die im Verein manchmal nicht sichtbar war, war gut für den Segelflugsport und damit auch für den LSC. Bei uns hat er sich mit der neuen Halle, die ohne seine Arbeit nicht zustande gekommen wäre, ein Denkmal gesetzt! Die hat er als Architekt entworfen, Genehmigungen besorgt, Aufträge, Bauleitplanung und Überwachung gemacht. Damit war er die wichtigste Person bei diesem Mammutprojekt und dies alles ohne Honorar dafür zu nehmen. Dafür ist ihm diese Gemeinschaft zu großem Dank verpflichtet.

      Wir wünschen Ernst noch lange, gesunde Jahre und viele Stunden an unserem schönen Flugplatz.

      (Horst-Walter Schwager)


      Streckenfluglehrgang in Giessen

      14. Mai 2008

      Streckenfluglehrgänge sind für den Nachwuchs eine sehr gute Möglichkeit im Teamflug die Geheimnisse des Überlandfliegens zu ergründen ...

      Den kompletten Bericht über den Streckenfluglehrgang in Giessen findet Ihr hier

      (Horst-Walter Schwager)


      Gerd Spiegelberg: Der 1000er ist geschafft

      8. April 2008

      "Ich habe mir damit einen jahrelang gehegten Traum erfüllt, war ja auch ein paarmal dicht dran gewesen" - berichtete Gerd Spiegelberg nach seinem ersten 1000 km Flug ...

      Den kompletten Bericht findet Ihr in der Pressemitteilung

      (Daniel Hanner)


      D-0645 fliegt wieder

      15. März 2008

      Sicher wollte Petrus die D-0645, die uns von den Darmstädtern zur Verfügung gestellt wird, nicht mit kalten Temperaturen verschrecken - sogar die Anspach Crash Kids kamen aus Ihren Löchern um unsere LKWs wieder Sommer-fit zu machen ...
      Bei Frühlinshaften 14 Grad durfte unsere VierFünf sich Ihrer Nachprüfung unterziehen.

      Ergebnis: Erfolgreich. Wer sich diesen Flieger während der Winterarbeit bereits mal genauer angeschaut hat wusste sowieso schon, das da nichts schiefgehen kann.

      Besonderer Dank gilt dem Team um Claus Voigt für Ihrern Einsatz rund um die VierFünf.
      Wir wünschen dem Flugzeug und besonders den Piloten viele schöne Flüge.

      (Daniel Hanner)


      Volleyballturnier der hessischen Segelfliegervereine

      15. März 2008

      Am 02. Februar, fand das alljährliche Volleyballturnier der hessischen Segelfliegervereinen statt. Ausrichter des Turniers war dieses Jahr der LSV Riedelbach. Nach mehrmaligen Aussetzen hatte der LSC Bad Homburg wieder ein schlagkräftiges Team am Start: Alexa, Jenny, Andrea, Philipp, Cheppo, Christoph und Julian. Da wir am Vorabend alle feiern waren, war die Nacht sehr kurz und es ging am nächsten Morgen für uns sehr früh los. Treffpunkt war 08:00 MEZ, EDFA. Dazu fing es auch noch an zu schneien. Je mehr wir uns Riedelbach näherten, desto weißer wurde es draußen. Die Straßen waren noch nicht geräumt! In Riedelbach angekommen, bekannte Fliegerfreunde begrüßt, anschließend zum Umziehen und dann… ja dann hatten wir alle was gemeinsam zu tun, was vor dem Turnier bis dahin nie gemacht wurde: Gemeinsam trainieren! Wild und quer flogen Volleybälle durch die Halle und wir hatten schon jetzt eine Menge Spaß. Nachdem wir uns etwa 1,5 Stunden warm gespielt hatten, ging es los. Die Vorrunde! In unsere Gruppe waren Breitscheid, Gelnhausen und Hofgeismar.

      Unser erster Gegner hieß Breitscheid, der zweite Gelnhausen. Beide Teams fegten wir wie Staub aus der Halle. Verblüfft von unserer Teamleistung, ging es in das dritte Spiel. Der erste Satz ging an Hofgeismar, der zweite zum Glück wieder an uns und in der Gesamtpunktzahl haben wir das Spiel letztendlich auch gewonnen. Somit war die erste Hürde geschafft, das LSC-Team fuhr den Gruppensieg ein!

      Danach ging es direkt ins Viertelfinale. Auch dieses Spiel meisterten wir, nächste Stufe Halbfinale! Sehr amüsant war das „perfekt ambitionierte“ Team aus Seligenstadt. Nervenaufreibende Schlachtrufe wie „punkten“ oder „holen“ schallerten bei jedem Spiel durch die Halle. Doch wir hatten unseren Spaß und erwiderten mit „Pute“ oder „Polen“. Das nächste Spiel war unserer Meinung nach das Halbfinale. Wir hatten ziemlich lange Pause. Doch dann geschah etwas, womit keiner von uns rechnete. Chris war zur Spielplanübersicht gegangen, kam zurück und sagte: „Leute, wir sind im Finale!“. Wir gingen alle davon aus, dass er uns auf den Arm nimmt, aber nach einem schnellen Blick auf die Übersicht bestätigte sich die tolle Nachricht! Das LSC-Team steht im Finale!

      Als dann alle übrigen Spiele gespielt waren, stand unser Gegner fest: Ober Ems. Die drei längs ausgerichteten Netze wurden abgebaut, ein Netz quer aufgestellt, so dass in der Mitte der Halle das Finale bestritten werden konnte. Das Spiel ist sehr spannend! Andrea macht eine elegante Angabe, der Ball wird vom Gegner zurück gespielt, Julian nimmt den Ball mit Baggern an, Alexa pritscht den Ball hoch zu Philipp, Philipp spielt ihn übers Netz, doch der Ball kommt wieder zurück, Cheppo blockt den Ball am Netz, spielt wieder hoch zu Jenny, Jenny weiter an Chris, und Chris knallt einen Schmetterball über das Netz…PUNKT! Dennoch geht der erste Satz mit 25:22 an Oberems. Der zweite Satz muss nun unser sein, damit wir einen dritten entscheidenden Satz spielen können. Nico Rupp bläst durch die Schiedsrichterpfeife, das Spiel läuft! Wir reichen uns die Punkte hin und her. Mal führen wir 3-4 Punkte, mal Oberems. Dann kommt es sogar noch zu einer Auszeit! Ein Spieler aus Oberems hatte bei der Angabe dem Schiedsrichter die Brille vom Kopf geballert. Ein verzweifelter Fruchtzwerg steht am Netz: „Ich sehe nichts mehr, es muss jemand anderes pfeifen!“ Schnell war Ersatz gefunden. Das Spiel geht weiter, Oberems führt mit 24:23, Matchball! Wenn Oberems jetzt punktet, ist es vorbei, doch dann ein Schmetterball und es steht 24:24! Nun muss bis 26 gespielt werden. Doch es hat nicht sollen sein. Oberems holt zwei Punkte und der Endstand ist 26:24. Wir sind darüber jedoch keineswegs geknickt. Hey, das LSC-Team ist Vizemeister!!! Wir haben den zweiten Platz gemacht, und das ohne jegliches Training. Was eine tolle Leistung!


      Abends war dann die Party im Clubheim der Riedelbacher. Doch durch die Winterwetterlage brauchte es mehrere Anläufe um zum Platz zu gelangen. Eine kleine Schlitterpartie im Auto bereitete uns Jungs eine große Freude und den Mädels etwas Panik. Oben heil angekommen, gab es Snacks und zwei Dinge die selbstverständlich nicht fehlen durften: Die Siegerehrung und das Bier! Neben einer Urkunde erhielten wir noch die Anfrage dass Volleyballturnier im nächsten Jahr zu organisieren. Gemeinsam entschieden wir uns dafür und freuen uns schon jetzt auf Heimspiel!

      (Carsten Sczeponik)


      Sportlerehrung der Stadt Bad Homburg

      15. März 2008

      In der Erlenbachhalle fand in Bad Homburg (Ober-Erlenbach) die Sportlerehrung der Stadt statt.

      In einer stimmungsvollen Feier wurden vom LSC Gisela Weinreich und Burkhard Müller für ihre Leistungen in der Segelflugsaison 2007 ausgezeichnet und erhielten Urkunden und zwei schöne Jing-Jang Kugeln.

      (Horst-Walter Schwager)


      Streckenflugseminar

      15. März 2008

      Am Sonntag den 17.02. trafen sich um 10 Uhr ca. 20 wissbegierige unserer Piloten um sich den ersten Teil eines dreiteiligen Streckenflugseminars anzuhören.
      Gerd erzählte auf die altbekannte, faszinierende Art und Weise von der Überlandfliegerei.

      Hauptthemen waren diesmal die „Hotspots“ im Umkreis von ungefähr 150km um Anspach, das heißt die Stellen in der Landschaft wo sich „überdurchschnittlich oft“ Bärte finden welche „überdurchschnittliches Steigen“ bringen. Gerd konnte auf Grund seiner großen Erfahrung in der Gegend, den Standort jedes Bartes ziemlich genau beschreiben, so dass man die Punkte genau in die ICAO-Karte übertragen konnte. Nachdem alle „Hotspots“ durchgesprochen und eingezeichnet waren, setzten wir die besten Streckenführungen von Anspach weg (für das morgendliche Abfliegen) und nach Anspach (für das abendliche Heim kommen) zusammen. Als letztes Thema für den Tag erklärte Gerd noch einiges über die Wetterlagen in Mitteleuropa.

      Bei welchen Wetterlagen man auf gute thermische Bedingungen hoffen kann und bei welchen man vielleicht lieber noch das eine oder andere Bier mehr trinken sollte. Einige Ergänzungen zu Gerd’s Vortrag vermittelte uns zwischendrin noch Christoph Nacke. Auch er kann auf viel Erfahrung zurückgreifen und weiß diese auch weiterzugeben Der gesamte Vortrag war durch viele Bilder und Wetterkarten etc. gestützt was ihn sehr anschaulich machte.
      Gegen 1 Uhr löste sich die Gruppe auf. Und schon jetzt dürfen wir uns auf den nächsten Sonntag freuen.

      Dann wird Nico über „Die perfekte Außenlandung“ referieren, und Gerd wird etwas praxisnäher als letzten Sonntag die besten Abflugstrategien von Anspach aus und generelle Tipps für Überlandflüge vermitteln.

      Vielen Dank an Gerd, Christoph und die noch folgenden Referenten dafür, dass sie dieses Streckenflugseminar für uns auf die Beine stellen!

      (Julian Semik)


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