Flugplatzfest am 8. und 9. September 2001
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Ein Bericht mit Fotos von Peter Zender

Flugfest mit Taufe und Wetterkapriolen
Viele spektakuläre Abstürze fanden am Wochenende beim Flugfest des
Luftsportclubs statt, aber keiner der Besucher der Jubiläumsveranstaltung im
Erlenbachtal kam zu schaden. Da das Wetter am Wochenende ständig zwischen
Sonne und Regen wechselte, verlagerte sich ein Teil der Flugschau in die
große Flugzeughalle, wo die Besucher in den Regenpausen mit einem
Flugsimulator die tollkühnen Manöver der Kunstflugpiloten gefahrlos
nachmachen konnten. Doch dies ging häufig schief und die Besucher pflügten
mit dem virtuellen Flugzeug den Acker um.
"Wir wollen das bockige Wetter nicht als schlechtes Omen zum
fünfzigjährigen Vereinsjubiläum sehen", erklärte Clubsprecher Peter
Heldt. Schließlich hatte der Segelflugverein in den letzten Jahren immer
einen guten Draht zu Petrus und konnte bei strahlendem Sonnenschein meist
mehr als 5000 Zuschauer auf den Flugplatz zwischen Obernhain und Anspach
locken. Diesmal musste man sich mit knapp 1000 Besucher begnügen, die trotz
der Wetterkapriolen auf ihre Kosten kamen. Wegen des Jubiläums hatte der Club
in der großen Flugzeughalle die Segelflieger an die Decke gehoben und Tische
für die "Hallenfete" mit der Bernd-Schütz-Band am Samstagabend
aufgestellt. Dies rettete das Flugfest, denn die Zuschauer konnten sich hier
bei Kaffee und Kuchen vor den regelmäßigen Regenschauern in Sicherheit
bringen.
Nach einer viertel Stunde war der Spuk meist vorbei und Moderator Wolfgang
Joschko rief die Besucher zur nächsten Vorführung aufs Flugfeld. Viele der
geplanten Programmpunkte fielen jedoch dem starken Wind zum Opfer. "Die
Fallschirmspringer kämen wer-weiß-wo an, da in der Absprunghöhe eine
Windgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer herrscht", berichtete Heldt.
Auch die Gleitschirm- und Drachenflieger, die Modellflugzeuge und die
Heißluftballons blieben an Boden. Durch die Windböen stellt das Wetter eine
fliegerische Herausforderung dar, die die Kunstflieger mit Bravour
meisterten. Als Vereinsmitglied Wolfgang Seitz mit seiner knallroten YAK-55
auf dem Kopf über das Flugfeld donnerte und dann senkrecht in die Luft stieg,
erklärte der Moderator, dass der Pilot nun mit dem dreifachen Körpergewicht
aus dem Sitz gepresst werde. Auch einer Taufe wohnten die Flugfestbesucher
bei: Am Sonntagnachmittag gab der Obernhainer Ortsvorsteher Holger Wegmann
einem neuen Motorsegler des Vereins feierlich den Namen "Obernhain".
Nach dieser Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahres steht für die
Vereinsmitglieder viel Arbeit an. Da sie aus ihren Werkstatträumen in
Oberursel ausziehen mussten, wird in einem Teil der jetzigen Flugzeughalle
eine neue Werkstatt entstehen, in der über den Winter die Segelflugzeuge
"auf Vordermann" gebracht werden können. Hinter dem jetzigen
Gebäude soll eine weitere Halle zum Abstellen der Flugzeuge gebaut werden,
die jetzt meist bei Landwirten in der Umgebung untergebracht sind. "Dort
wird sich die Halle gut in die Landschaft am Erlenbach einfügen",
verspricht Peter Heldt.

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