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Philipp Harders: 50km für die Bundesliga

29. Mai 2013 geschrieben von  

Den 50km Flug, wie den ersten Solo-Flug, vergisst man warscheinlich nie. Am Anfang der Ausbildung und besonders bei den ersten Alleinstarts, bei denen ich unbedingt solange wie möglich fliegen wollte und mir einfach das richtige Feeling für die Thermik fehlte, bewunderte ich meine Fliegerkameraden sehr, die sich voller Elan, mit Karte, Logger und Proviant bewaffnet, in ihre Flieger setzen und Richtung Marburg starteten, dabei 70km zurücklegten und für die das Spiel mit der Thermik, so schien es mir, kinderleicht war. Ich wusste, DAS will ich auch können!

Ich verbrachte bis zum Winter soviel Zeit wie möglich in der Luft und freute mich, in der viel zu langen Winterpause, auf die kommende Saison.

Nachdem ich den "Überland-Ausbildungsabschnitt" hinter mich gebracht hatte, war ich endlich bereit zum Streckenfliegen. Für den 25.05 war vorausgesagt: "Mäßige Thermik, im Tagesverlauf durch Überentwicklungen und Abschhirmungen gestört" Meiner geplanten Strecke Anspach-Marburg-Anspach schlossen sich noch Tim Franzmeyer (LS4) und Jan (Discus) an. Nacheinander starten wir im F-Schlepp und nach kurzer Zeit, kurbelten wir schon zusammen im Aufwind.

Nachdem das Vario, das erste Mal bis auf 3-4m/s gesprungen war und ich das eskalierende Piepen des Varios mit lautem Lachen begrüßte, flogen wir auch schon weiter in Richtung Marburg. Wir kurbelten uns hoch und beim Vorfliegen in Formation, ging mir die ganze Zeit durch den Kopf: Wie geil ist Überlandfliegen bitte?!

Jan war natürlich eine ganze Ecke schneller als wir und flog schon mal ein Stückchen weiter, aber wartete regelmäßig auf uns und gab uns wertvolle Tipps. Hinter Giessen schlug ich ihm vor, dass er doch gerne alleine weiterfliegen solle. Das Angebot nahm er natürlich an und flog nun, mit einem deutlich höheren Schnitt, weiter. Flugplatz Marburg wurde überflogen und Tim meinte im Funk: "Na solangsam können wir dem Harders ja zu seinen 50km gratulieren". Jetzt wurde es mir klar, dass ich es gepackt hatte, aber ich wollte es noch unbedingt zurück nach Anspach schaffen.

Ich traf Tim thermiksuchend wieder und wir verloren immer weiter an Höhe. Wir suchten gefühlte zwei Stunden und waren schon kurz davor, in Marburg zu landen, bis wir wieder Anschluss an die Thermik fanden Jetzt wieder auf ausreichender Höhe, um den Flug in Richtung Anspach fortzusetzen, wurde das Wetter immer schlechter. Jan meldetete uns, dass es in Anspach schon geregnet habe und über Giessen konnte ich kaum noch ausreichende Thermik finden.

Ich entschied mich zur Landung in Giessen-Wieseck und Tim erreichte dann noch fast Butzbach. Nach der Landung ärgerte ich mich über mich selber, dass wir nicht weiter westlich im besseren Wetter zurükgeflogen sind, doch als mir die Piloten aus Giessen gratulierten, freute ich mich doch sehr über den Flug und mir wurde wieder klar, dass das Überlandfliegen, wie Marcel immer zu sagen pflegt, "das Geilste auf der Welt ist!"

Die Saison ist noch einigermaßen jung und ich freu mich auf weitere Überlandflüge, vorallem mit der LS4, die jetzt wirklich nicht mehr weit weg ist! Danke an alle Fluglehrer und erfahrenen Streckenflieger, die uns das nötige Know-How vermitteln.

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