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Fliegen für die Liga

24. Juli 2013 geschrieben von  

Das Wochenende vom 20./21. Juli ist heiß und blau vorhergesagt. Nicht gerade die optimalen Bedingungen für große und schnelle Flüge...


Der Samstag fängt mit einem Frühstück am Platz an. Bettina, Stefan, Steffen und ich treffen uns und jeder bringt etwas zu essen mit. Seit den Bauarbeiten am Vorfeld eine neue Gewohnheit ;-)

Burkhard, Peter Eberhardt und Peter Scholz sind sehr motiviert und bauen schon auf. Meine Motivation für den Tag lässt sehr zu wüschen übrig. Die Aussicht auf mäßige Blauthermik lockt mich nicht unbedingt und ich verbringe den Tag anderweitig. Ein Blick in den OLC an Abend zeigt es wieder deutlich: Die Alb war wieder sehr gut, bei uns habe ich nichts verpasst. In der Bundesligawertung liegen wir aber weit abgeschlagen auf einem 30+ Platz. Daher ist klar: Am Sonntag muss alles versucht werden dies zu ändern!

Sonntag: Gleiches Procedere mit Frühstück zu dem sich auch noch ein paar andere gesellen. Danach baue ich in Ruhe meinen Flieger auf, helfe noch Steffen mit der LS8, die ja wieder flugfähig ist, und analysiere das Wetter. Wieder sind Burkhard und Peter früh gestartet. Für meinen Geschmack bei dem Wetter zu früh.
Um 1315 starte ich ins blaue hinein. Der Plan ist zum Thüringer Wald zu kommen um dort Anschluss an die Wolken zu finden. In 1000m Motor aus und Abflug über die Standardstrecke Richtung Butzbach. Die Thermik ist recht brauchbar, Basis bei 1400-1500m. Weiter geht es an Giessen vorbei Richtung Rimberg. Östlich von Bad Hersfeld wird es schwieriger die Bärte zu treffen und ich komme ziemlich tief. Im Blauen und allein sind 350m kein Vergnügen und immer mit der Option auf ein Landefeld suche ich die Umgebung ab und kann wieder Anschluss finden. Basiswerte jetzt bei 1800m. Im Osten sehe ich die erwarteten Wolken. Dafür lohnt es sich weiter zu kämpfen.
Ziemlich genau bei Schmalkalden komme ich an die Wolken heran und steige mit knapp 4m/s auf 2300m.
Jetzt folgt der Spaß Teil: Fast 2 Stunden ohne Kreis in Höhen zwischen 2100m und 2500m. Dafür hat es sich das Gequäle gelohnt und es macht richtig Laune! Leider ist die Zeit schon ziemlich fortgeschritten und ich möchte ja noch nach Hause kommen. So verlasse ich um 1715 die genialen Wolken und mache mich auf den Heimweg. Aufgrund der Wolkenflusseln wähle ich den Weg Richtung Hünfeld und Schwalmtal der mich dann weiter nach Giessen führt, wo mit recht großer Wahrscheinlichkeit der abendliche Endanflugsbart steht. So auch an diesem Tag.
Nach 5:35 stehen 508km auf der Uhr, aber das wichtigste: Für die OLC Speedwertung ist ein 122er Schnitt herausgesprungen. Dank zweier schneller Flüge von Gerd und Lutz sicherten wir uns damit den 5. Rundenplatz und klettern auf den 4. Gesamtplatz.


Ob ich diesen Flug, ohne den Anreiz der Liga, geflogen hätte bezweifel ich. Da hätte ich wirklich was verpasst und ich kann nur jedem empfehlen es einfach zu probieren – es lohnt sich!!

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