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LSC steigt in die 2.Segelflug-Bundesliga auf

28. Oktober 2013 geschrieben von  

In die 2.Segelflug-Bundesliga aufgestiegen ist der Luftsportclub Bad Homburg (LSC), der auf dem Obernhainer Flugplatz am Erlenbach im Ortsdreieck Neu-Anspach/ Wehrheim/ Obernhain zu Hause ist. Das ist der größte Erfolg in der 62-jährigen Vereinsgeschichte. Die ersten sieben Vereine der bundesweit ausgetragenen Qualiliga stiegen auf und in der letzten von 19 Runden verbesserte sich der LSC, der die Landesliga Hessen klar anführt, auf den Gesamtplatz Zwei.

 

Eine Runde ging jeweils über ein Wochende und dabei wurden die Flüge derjenigen drei Piloten gewertet, die in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden die höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten erflogen. 496 deutsche Verein nahmen teil: Mit 3.494 Speepunkten folgte der LSC dem Qualiligasieger SG Möckmühl-Öhringen (3.610 Punkte, Baden Württemberg), der dritte Platz ging mit 3.669 Punkten an den LSV Oldenburg (Niedersachsen). „Wir konnten uns in diesem stark wetterabhängigen Sport während der Saison immer weiter steigern" berichtete Segelflugreferent Patrick Weiß, ein Motivator, der auch durch eigene, gute Flüge zu diesem Erfolg beigetragen hat. Die anderen Leistungsträger, die auch bei Wochenden mit schlechterem Wetter flogen – dies ist das Geheimnis des Erfolges – waren Burkhard Müller, Peter Scholz, Lutz Volker Benner, Jan Omsels und Gerd Spiegelberg.

„Bei der Individualsportart Segelfliegen strebt der Pilot auf einem selbstgewählten Drei- oder Vieleckskurs dessen vollständige Umrundung an. Und dies mit möglichst hoher Geschwindigkeit" berichtete Pressereferent Horst-Walter Schwager. Segelfliegen funktioniert mit Sonnenergie: Durch die Einstrahlung erwärmt sich zunächst der Boden, danach die darüber liegende Luftmasse. Ist die Temperatur ausreichend hoch, löst sich ein Luftpaket ab und steigt nach oben. In diesem Luftschlauch kreisen die Segelflieger und gewinnen dadurch Höhe. Kurz unter der durch Kondesation der Luftfeuchtigkeit entstandenen Wolke wird „auf Strecke gegangen", also geradeaus geflogen, zur nächsten Wolke geglitten und dort wiederholt sich dann das Spiel. Hunderte, bis weit über tausend Kilometer lassen sich so im antriebslosen Flug, geräuschlos und umweltschonend überwinden. Im weltweit über Internet verfügbaren „Online Contest„ (OLC) sind alle diese per GPS geloggten Flüge bis ins Detail einseh- und nachvollziehbar (www.onlinecontest.org). Die Bundesliga soll die Attraktivität des Sports auch für Außenstehende erhöhen und sowohl die Motivation, als auch das Mannschaftsgefühl innerhalb der Vereine steigern. Beim LSC ist das zweifellos gelungen, die Vorfreude auf die neue Saison 2014 ist groß: „In der zweiten Bundesliga fliegen 30 Vereine, die wird uns deutlich mehr abverlangen! Verstecken müssen wir uns aber auch nicht, schliesslich sind wir Deutscher Vizemeister der Qualiliga geworden" so ein selbstbewusster Weiß.

„Hier werden wir strukturierter und zielorientierter an die Flüge herangehen müssen. In dieser Saison wurden nur einige Flüge gezielt als speedoptimierte Bundesligaflüge durchgeführt. 2014 müssen wir uns deutlich steigern." Das will man zum einen durch ein Briefing vor der Saison erreichen, in dem nochmals die Regeln erläutert und Tips zu den Flügen gegeben werden. Zum anderen durch Ergebnis-Emails nach jeder Runde. Aber Weiß will auch vor den Runden immer detaillierte Wettereinschätzungen abgeben, denn Segelflieger, die von Sonneneinstrahlung und Thermik abhängig sind, können nie gegen das Wetter operieren, sondern nur mit ihm erfolgreich sein. Beim LSC wird man auch versuchen morgens in der Früh wieder strukturierte Briefings abzuhalten. „Das ist in diesem Individualsport, wo jeder gerne sein eigenes Ding macht, nicht ganz einfach" ergänzte Schwager.

 

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