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Salzmann Cup 2015

04. Juni 2015 geschrieben von  

„Es ist eine Ehre für Bad Homburg, dass aus ganz Deutschland 55 Sportler in den Taunus gekommen sind, um an dem berühmten Salzmann-Cup teilzunehmen“ sagte Michael Korwisi zur Eröffnung des Segelkunstflug-Wettbewerbes beim Luftsportclub Bad-Homburg (LSC) auf dem Flugplatz am Erlenbach.

Der Bad-Homburger Oberbürgermeister und Schirmherr war am Mittwochabend Gast beim Eröffnungsbriefing. Zu dem Wettbewerb sind die „Ballettänzer am Himmel“ mit insgesamt 21 Flugzeugen angereist. Die Stadt, die auch die Jugendarbeit des Vereines fördere, sei stolz auf die Leistungen des LSC und freue sich, daß der Verein nach 1992 wieder einen Kunstflugwettbewerb ausrichte. Seinen Namen hat er von Wilhelm Düerkop, Nestor und langjähriger Förderer des deutschen Segelkunstfluges. Düerkop, der früher als Bergmann in einem Salzbergwerk arbeitete, schleppt mit seinen 86 (!) Jahren noch immer die Teilnehmer mit seiner Piper PA18 höchstpersönlich in die Luft: Von Donnerstag 4.Juni bis Sonntag 7.Juni, an dem auch die Siegerehrung stattfindet.

Begrüßt hatte die Gäste und Teilnehmer Stefan Münch, 1.Vorsitzender und beruflich Airbus-Pilot: „Sie alle haben gutes Wetter mitgebracht und wir versammeln heute hier, was Rang und Namen in der Kunstflugszene hat!“

Mittels Motorflugzeug und Schleppseil werden die Kunstflieger auf eine Höhe von 1250 Meter über Platz geschleppt. Dann gilt es ein vorher festgelegtes Programm von bis zu 14 Figuren zu fliegen; spätestens in 260 Metern über Grund ist aus Sicherheitsgründen Schluss und wird gelandet: „No risk, more fun“ ist das Motto. Dies alles findet in einer 1000 mal 1000 mal 1000 Meter großen Kunstflugbox über unbebauten Gebiet statt. Wertungsrichter überwachen die Gestaltung der Figuren und vergeben Punkte – bei unsauberer Ausführung, zum Beispiel eines Loopings, der nicht ganz rund geflogen wird, oder Verlassen der Box gibt es Abzüge. Geflogen wird den drei Klassen Sportsman (Einsteiger), Advanced und Unlimited. Ausserdem wird der Deutsche Vereinsmeister, sowie der „Salzmann des Jahres“ gekürt: Das ist ein Pilot, der eine hervorragende sportliche Einstellung hat und durch uneigennütziges Verhalten aufgefallen ist.

Der sehr elegante, weil motorkraftlose Segelkunstflug lässt sich von der Bevölkerung gut verfolgen, die bei freiem Eintritt herzlich auf das Fluggelände eingeladen ist. Auch für Essen und Trinken ist ganztägig gesorgt. Wegen dieses Wettbewerbes, der vor allem im Vorfeld organisatorisch viele Resourcen des Vereines gebunden hat, wird das beliebte „Taunus-Flugfest für die ganze Familie“ erst nächstes Jahr wieder ins Programm genommen.

Website zum Wettbewerb.
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