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Siegerehrung der Luftakrobaten

12. Juni 2015 geschrieben von  

Update: Neue Bilder von Bernd Meyer

Erfolgreich zuende gegangen ist auf dem Fluggelände des Luftsportclub Bad Homburg (LSC) am Erlenbach der „Salzmann-Cup“. Dieser bekannte Segelkunstflugwettbewerb gastierte dieses Jahr im Usinger Land und mit Oberbürgermeister Michael Korwisi hatte die Stadt Bad Homburg die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.

Korwisi kam auch persönlich zum Eröffnungsbriefing am Mittwoch und begrüßte die Sportler (der UA berichtete). Der letzte Kunstflugwettbewerb beim LSC liegt schon lange zurück – 1992 war die letzte Austragung. Seitdem wurde fast jedes Jahr das Taunus-Flugfest und Streckenflugwettbewerbe veranstaltet. Bereits von Montag bis Mittwoch konnten die 55 Teilnehmer mit ihren 21 Flugzeugen trainieren. Einige waren sogar aus dem Ausland angereist. Dabei spielte das Wetter perfekt mit: Genau ab Mittwoch waren bis zum Samstag, dem dritten Wertunsgtag, hervorragende Wetterbedingungen, so daß sämtliche Flüge, das waren drei pro Teilnehmer, zügig und unfallfrei abgewickelt werden konnten.

Manch ein Mitbürger mag sich über die ungewohnten Flugbewegungen in der Luft gewundert haben: Bei Looping, Rolle, Turn und Abschwung flogen die speziell für diesen Sport konstruierten Segelflugzeuge öfters mal auf dem Rücken, oder zeichneten senkrecht nach oben und unten verlaufende Flugbahnen in den blauen Himmel. In einer 1000 mal 1000 mal 1000 Meter großen virtuellen Kunstflugbox galt es hintereinander bis zu 13 unterschiedlich komplizierte Figuren möglichst exakt und elegant zu fliegen. Am Boden überwachten Wertungsrichter die Programme und vergaben Punktabzüge für Fehler, oder das Verlassen der Box. „Diese Box lag komplett über unbewohntem Gebiet und spätestens 260 Meter über Grund wurde aus Sicherheitsgründen jeder Kunstflug beendet“ erklärte Daniel Hanner. Er ist Motoflugreferent des LSC und hatte den aufwendigen Wettbewerb, bei dem viele Clubmitglieder eine ganze Woche lang halfen, organisiert.

Geflogen wurde in den drei Schwierigkeitsklassen Sportsman (Einsteiger), Advanced und Unlimited. Die Siegerehrung führte
am Sonntagmorgen Manfred Binder durch, der auch als Sportlicher Leiter fungiert hatte. Der Erste Platz in der Sportsman Klasse – hier soll mit relativ einfachen Figuren Kunstfluganfängern der Einstieg in diesen Wettbewerbssport ermöglicht werden, sogar ein Sicherheitspilot auf dem zweiten Sitz ist elaubt - ging an Marc Wachtmeister auf Pilatus B4, vor Matthias Gerhard (Fox) und Jonas Majewski (ASK21). Mit 22 und 20 Teilnehmern am stärksten besetzt waren die beiden höheren Klassen. Advanced wurde gewonnen von Moritz Kirchberg auf Swift, mit 4198 Punkten ganz knapp vor Marvin Woltering (SZD-59, 4134 Punkte). Mit 3918 Punkten folgte Jens Holnaicher auf dem Bronzerang. In der Königsklasse – die Bezeichnung „Unlimited“ ist wörtlich zu verstehen, auch die schwierigsten Kunstflugfiguren werden hier gefordert – siegte Wolfgang Kasper (SZD-59) vor Siegfried Mayr und Eberhardt Holl, beide auf Swift. Wie kommt man zu diesem speziellen Sport, der in Deutschland von nur etwa 100 Piloten wettkampfmäßig betrieben wird? „Ich flog schon eine ganze Weile normal, machte also Streckensegelflug“ erzählte Dominique Völkel kurz vor seinem Flug „bekannte Pflicht“. Im Gegensatz zur unbekannten Pflicht, bei der die Aufgabe erst wenige Stunden vorher bekannt gegeben wird, hat man bei der „Bekannten“ die Möglichkeit, vorher ausgiebig zu trainieren. „Irgendwann sah ich zum ersten Mal Kunstflug und war sofort fasziniert von diesem Ballett am Himmel“ so Völkel. Seit dem Jahre 2008 mache er auf seiner eigenen Pilatus B4 (ein seltenes Ganzmetallflugzeug) Kunstflug; das hier sei sein dritter Wettbewerb. Wie viele andere Kunstflieger auch filmt er seine Programme mit einer im Cockpit angebrachten kleinen Kamera. „Damit kann man später eine prima Auswertung der Flüge machen und seinen Verbesserungsbedarf identifizieren.“

Ausgezeichnet wurde mit Jens Hohmann auch der „Salzmann des Jahres“. Er wurde für seine hervorragende sportliche Einstellung geehrt und für sein uneigennütziges, kameradschaftliches Verhalten.

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